SONTHOFEN. Am 26. März 2026 fand das jährliche Sicherheitsgespräch zwischen dem Landratsamt Oberallgäu und dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West statt, um die aktuelle Kriminalitäts- und Sicherheitslage in der Region zu beleuchten.
Sicherheitslage im Oberallgäu: Erfolgreiche Präventionsarbeit
Landrätin Indra Baier-Müller und Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner, zusammen mit Vertretern der örtlichen Polizei-, Verkehrs- und Kriminalpolizeiinspektionen, sowie der Bundespolizei aus Kempten, diskutierten die Lage. Dr. Strößner stellte fest, dass die erfassten Straftaten um 4,5 % auf 3.893 Fälle gesunken sind. Besonders im Bereich des Callcenter-Betrugs gab es einen Rückgang um 36,8 %. „Unsere Präventionsarbeit im Oberallgäu zeigt Wirkung: Immer weniger Callcenter-Betrügereien sind erfolgreich“, erklärte Dr. Strößner. Durch gezielte Aufklärung und Beratung konnten die Vermögensschäden deutlich reduziert werden.
Hohe Aufklärungsquote übertrifft Bayerndurchschnitt
Die Aufklärungsquote im Oberallgäu liegt bei 70,1 %, höher als der bayerische Durchschnitt von 66 %. Die Häufigkeitszahl sank um 2 % auf 2.505, was auf ein sinkendes Risiko hinweist, Opfer einer Straftat zu werden. Bayern hat im Vergleich eine Häufigkeitszahl von 4.094. Zudem zeigt die Verkehrsunfallstatistik positive Entwicklungen: Schwerverletzte sind um 5,48 % gesunken, die Zahl der Getöteten verringerte sich um zwei auf fünf Personen. Allerdings stiegen die Unfälle mit Pedelec-Fahrern um 5,78 %, wobei zwei Fahrer tödlich verunglückten.
Enge Zusammenarbeit für hohe Sicherheit
Landrätin Baier-Müller hob die Bedeutung des Austauschs mit der Polizei hervor: „Sicherheit entsteht durch Zusammenarbeit.“ Sie dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Beide Seiten waren sich einig über die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit für die Sicherheit im Oberallgäu.





