Pforzheim: Drei Jugendliche tot im Bereich eines Aussichtsturms entdeckt – Hintergründe noch unklar

Am frühen Donnerstagabend gegen 18 Uhr wurden drei Jugendliche im Bereich des Aussichtsturms Hohe Warte im Pforzheimer Stadtteil Hohenwart leblos aufgefunden. Ein Passant entdeckte die Verstorbenen, wie das Polizeipräsidium Pforzheim mitteilte. Bei den Opfern handelt es sich um Jugendliche aus dem Raum Pforzheim und dem Enzkreis, die laut Angaben der Stadt dieselbe Schule besuchten.

Krisenintervention an der Schule

Die betroffene Schule hat in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden ein Krisenpräventionsteam eingerichtet. Ein Trauerraum wurde bereitgestellt, und die Schüler:innen werden von einer Schulsozialarbeiterin, Beratungslehrer:innen, zwei Notfallseelsorgern sowie vier Psycholog:innen der schulpsychologischen Beratungsstelle betreut.

Sicherheitsmaßnahmen an den Aussichtstürmen

Der Aussichtsturm Hohe Warte wurde unmittelbar nach dem Vorfall provisorisch mit Bauzäunen abgesperrt. Ein Schild mit der Aufschrift „vorübergehend geschlossen“ weist auf die Schließung hin. Auch der bereits abgesperrte Aussichtsturm Büchenbronn wurde überprüft, um die Sicherheitsmaßnahmen sicherzustellen.

Trauerbeflaggung und öffentliche Reaktion

Die Stadtspitze hat Trauerbeflaggung am Rathaus und an der betroffenen Schule angeordnet. Oberbürgermeister Peter Boch und Landrat Bastian Rosenau zeigten sich in einem gemeinsamen Statement tief betroffen und dankten allen Einsatzkräften vor Ort für ihre Arbeit.

Der tragische Vorfall hat die Region erschüttert, und die Umstände des Geschehens werden weiter untersucht.

Normalerweise berichten wir nicht über Selbstmorde. Dies gibt der Pressekodex vor. Ausnahmen sind zu rechtfertigen, wenn es sich um Vorfälle der Zeitgeschichte oder von erhöhtem öffentlichen Interesse handelt. Zudem meiden wir Berichte über Selbsttötungen, da hierdurch die Nachahmerquote steigen könnte.

Sollten Sie von Selbstmordgedanken betroffen sein, so wenden Sie sich bitte an professionelle Helfer. Diese finden Sie jederzeit bei der Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222.

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