Pianistin Julia Rinderle erhält den Memminger Kulturpreis

Die Pianistin Julia Rinderle ist die erste weibliche Solokünstlerin, die den Memminger Kulturpreis verliehen bekommt. Den Preis, der vom Stadtmarketing Verein gestiftet wird, gibt es bereits seit 1977 und er wurde nun bei einer Feier in der Stadthalle zum 27. Mal übergeben.

Bei der Übergabe der Urkunde durch Oberbürgermeister Jan Rothenbacher

 

Oberbürgermeister Jan Rothenbacher merkte bei seiner Begrüßung an, dass es in der Musik schwerer sei, als in der Bildenden Kunst, schließlich müsse man dort immer wieder aufs Neue Bilder entstehen lassen und das Publikum unterhalten. Und dies tat die Preisträgerin danach in vortrefflicher Art und Weise. Zum musikalischen Einstieg in den Abend hatte sie drei Stücke mitgebracht, die ihr sehr am Herzen liegen: Notturno von Ottorino Respighi, Widmung von Robert Schumann, arrangiert von Franz Liszt und Ballade in g-Moll von Frédéric Chopin. Mit langanhaltendem Applaus lobte das Publikum die ausgezeichnete Darbietung.

Die Laudatio an die Pianistin sprach eine ihrer früheren Professorinnen der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, Darlén Bakke. Sie schätze die junge Musikerin als exzellente Pianistin, die den Charakter von Stücken sehr schnell erfasse, die immer wieder neugierig auf unbekannte Stücke, Komponistinnen oder Aufführungsformate sei und mit ihrer starken Bühnenpräsenz das Publikum erreiche. „Zusätzlich dazu hat sie in verschiedenen Projekten dafür gesorgt, dass vor allem junge Menschen an klassische Musik herangeführt werden oder dass die Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker weiter vorangetrieben wird, unter anderem mit ihrem Projekt Klangperspektiven Allgäu.“ Prof. Darlén Bakke zog für ihre Laudatio an die 33-Jährige ein Bild Paul Klees heran: „Hat Kopf, Hand, Fuß und Herz“. Und genau das sei es eben auch, was das Spiel und die Musik von Julia Rinderle ausmache. „Und deine Persönlichkeit strahlt die gleiche Wärme aus wie deine Musik!“, würdigte die Professorin ihre ehemalige Studentin.

Am Ende eines wunderbaren musikalischen Abends: (von links) Kulturamtsleiter Hans-Wolfgang Bayer, Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, Laudatorin Prof. Darlén Bakke, Preisträgerin Julia Rinderle, Mechthild Feldmeier und Hermann Oßwald vom Stadtmarketing Verein.

Julia Rinderle, die 1990 in Memmingen geboren wurde und in Zell aufgewachsen ist, bedankte sich sehr herzlich bei der Jury des Preises. „Ich möchte mich auch bei meiner Familie bedanken, die mich immer unterstützt hat und mir bei allem zur Seite gestanden hat.“

Oberbürgermeister Jan Rothenbacher betonte vor der Übergabe der Urkunde: „Mit Julia Rinderle haben wir eine würdige Preisträgerin, die bereits mit ihren jungen Jahren im In- und Ausland auftritt. Mit dem Preis wollen wir neben ihrem musikalischen Können und künstlerischen Schaffen auch ihr Bemühen um die Vermittlung klassischer Musik an ein junges Publikum und nicht zuletzt die fortgesetzte Präsenz in ihrer Heimatregion auszeichnen.“

Die Preisträgerin beschloss den Abend mit drei Stücken, die sie gemeinsam mit ihrem Mann Oscar Marin-Reyes, einem klassisch ausgebildeten Bass-Sänger, darbot.

 

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