Am Sonntag, dem 26. April, ereignete sich auf der Bahnstrecke Schliersee – Bayrischzell ein Vorfall, bei dem ein Regionalzug kurz vor dem Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus zahlreiche Betonbrocken überfuhr. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge legten unbekannte Täter die 16 etwa 20 bis 30 Zentimeter großen Betonteile auf einer Strecke von rund 70 Metern auf die Gleise. Dabei entstand erheblicher Schaden an der Lokomotive.
Verdächtige am Tatort gesichtet
Die Betonbrocken, die von einem nahegelegenen Schutthaufen stammen könnten, wurden durch die Räder der Lok zermahlen und weggeschleudert. Laut dem Lokführer hielten sich in der Nähe des ersten Hindernisses zwei junge Männer auf. Nachdem der Zug zum Halt kam, wurden diese erneut am Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus gesehen. Einer der Männer trug einen schwarzen Kapuzenpulli und eine dunkle Hose, der andere war mit einem roten Pulli und ebenfalls dunkler Hose bekleidet. Sie entfernten sich mit einem E-Scooter oder E-Roller in Richtung Fischbachau. Die Bundespolizei, die von der Notfallleitstelle der Bahn informiert wurde, schließt nicht aus, dass es sich um die Täter handelt.
Erheblicher Schaden und Fahndung ohne Erfolg
Die eingleisige Bahnstrecke blieb knapp drei Stunden gesperrt, und der Vorfall führte zu einer Verspätung von insgesamt 260 Minuten. Der Schaden am Zug wird auf bis zu 50.000 Euro geschätzt. Neben dem Lokführer, der unter Schock steht, befanden sich drei Reisende im Zug, die unversehrt blieben. Eine Fahndung, die noch in der Nacht mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers eingeleitet wurde, verlief bislang ohne Erfolg.
Hinweise zu diesem Vorfall und den möglichen Tätern nimmt die Bundespolizeiinspektion Rosenheim unter der Telefonnummer 080 31 / 80 26 21 02 entgegen.




