Rentnerin in Landsberg am Lech fällt auf Schockanruf-Betrug herein: 12.000 Euro erbeutet

LANDSBERG AM LECH, 30.04.2026 – Am Mittwoch, den 29. April 2026, fielen Unbekannte in Landsberg am Lech auf perfide Weise über eine Rentnerin her und erbeuteten dabei rund 12.000 Euro durch einen sogenannten Schockanruf. Der Fall wurde nun von der Kriminalpolizei Erding übernommen.

Gefährliche Betrugsmasche am Telefon

Um 9 Uhr morgens erhielt die 75-jährige Seniorin einen aufwühlenden Anruf. Eine Frau, die sich als Kriminalbeamtin ausgab, erklärte, dass die Tochter der Rentnerin vermeintlich einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte. Angeblich wäre eine hohe Geldsumme zur Behandlung der Verletzten notwendig. In der Annahme, ihrer Tochter zu helfen, übergab die Rentnerin schließlich etwa 12.000 Euro an einen Abholer.

Betrug aufgedeckt – Warnung der Polizei

Erst nachdem die Rentnerin ihre echte Tochter kontaktierte, wurde der Betrug deutlich. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung durch die Polizei blieb der Täter unauffindbar. Die Kriminalpolizei warnt eindringlich vor solchen Betrugsmaschen und ermahnt die Bevölkerung, bei unangenehmen Anrufen vorsichtig zu sein:

  • Beenden Sie das Gespräch, wenn Sie unsicher sind, wer am anderen Ende ist und Sie Druck spüren.
  • Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an. Das machen nur Betrüger. Bei Unsicherheit rufen Sie selbst die 110.
  • Setzen Sie sich mit dem betroffenen Angehörigen unter einer Ihnen bekannten Nummer in Verbindung.
  • Besprechen Sie am Telefon niemals persönliche oder finanzielle Details.
  • Übergabe von Geld an fremde Personen ist stets zu vermeiden.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder alarmieren Sie im Zweifelsfall die Polizei über den Notruf 110.
  • Informieren Sie Ihre Angehörigen über diese Betrugsmasche und warnen Sie sie vor der Vorgehensweise der Täter.
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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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