KULMBACH. In einer dreisten Betrugsmasche haben Trickbetrüger einen älteren Mann aus Kulmbach um einen niedrigen fünfstelligen Betrag gebracht. Der Senior fiel auf die weit verbreitete Masche des falschen Polizeibeamten herein. Nun ermittelt die Kriminalpolizei Bayreuth und sucht nach Zeugen.
Opfer glaubte an verdeckte Ermittlungen
Der Betrugsfall kam ans Licht, als sich der Geschädigte am Mittwoch bei der Einsatzzentrale der Polizei meldete. Er versuchte, einen vermeintlichen Polizeibeamten zu erreichen, mit dem er schon am Tag zuvor telefoniert hatte. Dabei stellte sich heraus, dass der Senior einem perfiden Betrug aufgesessen war.
Laut Polizeiangaben überzeugten die Täter den Mann am Dienstag davon, er könne bei einer geheimen polizeilichen Ermittlung helfen. Sie behaupteten, ein Bankmitarbeiter sei in den Handel mit Falschgeld verwickelt, und forderten den Senior auf, Bargeld zur Überprüfung abzuheben und an einen angeblichen Ermittler zu übergeben.
Übergabe an Unbekannten
Gegen 14 Uhr am Dienstag begab sich ein unbekannter Mann zur Wohnanschrift des Seniors in der Bergstraße. Nachdem er das vereinbarte Kennwort „Traktor“ nannte, übergab der Geschädigte ihm eine schwarze Stofftasche mit dem Geldbetrag. Der Abholer wird als etwa 1,80 Meter großer, schlanker Mann beschrieben, komplett in schwarz gekleidet.
Polizei sucht Zeugen
Die Kriminalpolizei Bayreuth bittet Zeugen, die am Dienstag um 14 Uhr im Bereich der Bergstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben oder Hinweise auf den beschriebenen Mann geben können, sich unter der Telefonnummer 0921/506-0 zu melden.
Die Polizei warnt:
- Die Polizei fordert niemals die Übergabe von Bargeld für Ermittlungen.
- Seien Sie misstrauisch, wenn Anrufer von geheimen Einsätzen oder verdeckten Ermittlungen sprechen.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie verdächtige Gespräche.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
- Kontaktieren Sie im Zweifel selbst die Polizei über die Ihnen bekannten Telefonnummern.
- Sprechen Sie mit Angehörigen und Bekannten über diese Betrugsmaschen.

