Bayerns Digitalminister Fabian Mehring setzt sich dafür ein, das geplante nationale KI-Sicherheitsinstitut des Bundes in München anzusiedeln. In einem Schreiben an Bundesdigitalminister Karsten Wildberger verweist er auf die enge Verbindung von KI-Forschung, Wirtschaft und Sicherheitskompetenz im Freistaat.
München als KI- und Sicherheitsstandort
Nach Ansicht Mehrings bietet München ideale Voraussetzungen für das neue Institut. „Bayern ist das sicherste Bundesland Deutschlands und gleichzeitig KI-Standort Nummer eins in unserer Republik. Wo, wenn nicht hier, sollte Deutschlands KI-Sicherheitsinstitut seine Heimat finden?“
Das Institut solle von Beginn an in ein bestehendes Technologie- und Sicherheitsnetzwerk eingebunden werden. In München treffen Forschung, Start-ups, Unternehmen und Sicherheitsbehörden aufeinander.
Starke Strukturen vorhanden
Bayern hat mit der Hightech Agenda nach eigenen Angaben 5,5 Milliarden Euro in Technologie investiert. Zudem wurden 13.000 zusätzliche MINT-Studienplätze und 1.000 neue Professuren geschaffen, darunter 134 im Bereich KI. München belegt im Global Tech Ecosystem Index 2026 Rang drei in Europa und Rang elf weltweit im Bereich Künstliche Intelligenz.
Zu den wichtigen Einrichtungen zählen die Technische Universität München, die Ludwig-Maximilians-Universität, das Munich Center for Machine Learning und das Leibniz-Rechenzentrum. Auch UnternehmerTUM und appliedAI gehören zum Münchner Innovationsnetzwerk.
Verbindung von KI und Sicherheit
Ein weiteres Argument sieht Mehring in der vorhandenen Sicherheitskompetenz. Mit der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) sitzt bereits eine Bundesbehörde in München, die an der Schnittstelle von Technologie und staatlicher Sicherheit arbeitet.
„Sichere KI entsteht nicht im Elfenbeinturm. Deutschlands KI-Sicherheitsinstitut muss Sensor, Kompetenzzentrum und Brückenbauer zugleich sein – mit einem Ohr an der Forschung, einem Fuß in der Wirtschaft und einem festen Platz in unserer Sicherheitsarchitektur. München bringt diese Welten an einem Ort zusammen.“
Der Freistaat signalisiert zugleich seine Bereitschaft, den Bund beim Aufbau des Instituts zügig und partnerschaftlich zu unterstützen. Mehring sieht darin auch einen Beitrag zur technologischen Souveränität und internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

