77‑Jähriger in Geltendorf von falschem Polizisten beraubt und leicht verletzt

Alfred Ingerl
3 Minuten Lesezeit

77-Jähriger in Geltendorf Opfer von falschem Polizeibeamten

Ein 77 Jahre alter Mann aus Geltendorf wurde gestern Opfer eines Telefonbetrugs, bei dem er zur Herausgabe von Bargeld und Goldmünzen verleitet wurde. Ein Täter gab sich telefonisch als Polizeibeamter aus und veranlasste den Senior, Wertgegenstände zur Abholung bereitzulegen. Nachdem ein weiterer Mann an der Haustür erschienen war und sich als Zivilpolizist ausgab, kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der der Rentner die Gegenstände entrissen wurden und leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Ermittlungen laufen — Täterbeschreibung und Zeugenaufruf

Der Anrufer hatte den 77-Jährigen offenbar zuvor an die Notrufnummer 110 „verbunden“; dies gehörte jedoch zur betrügerischen Vorgehensweise. Der Abholer, der kurz darauf an der Tür erschien, wird als etwa 175 Zentimeter groß, Mitte 20 und mit dunklen Haaren beschrieben. Nach der Tat flüchtete der Mann zu Fuß aus dem Haus. Eine sofort eingeleitete, großangelegte Fahndung blieb ohne Erfolg. Nach momentanem Ermittlungsstand können die falschen Polizeibeamten möglicherweise zu zweit gewesen sein.

Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise: Wer hat gestern Mittag oder am Nachmittag in Geltendorf verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten? Die Ermittler erhoffen sich insbesondere Hinweise aus dem Bereich Schulstraße und Türkenfelder Straße.

Polizei warnt vor Anrufen und gibt Verhaltenstipps

Die Kriminalpolizei weist auf Vorsichtsmaßnahmen gegen Callcenter-Betrug und falsche Polizeibeamte hin: Legen Sie auf, wenn Sie unsicher sind oder sich unter Druck gesetzt fühlen. Die Polizei ruft nicht über die Notrufnummer 110 an; bleiben Sie nicht in der Leitung, verlassen Sie sich nicht auf angebliche Freizeichen und wählen Sie die 110 nur selbst. Geld oder Wertgegenstände sollten niemals an unbekannte Personen übergeben werden; Polizei und Staatsanwaltschaft fordern keine Kautionen oder Abholungen derartiger Gegenstände. Bei Unfall- oder Krankheitsmitteilungen sollten Sie angeblich Betroffene über Ihnen bekannte Telefonnummern zurückrufen, niemals persönlich am Telefon über finanzielle oder persönliche Verhältnisse sprechen und gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzuziehen oder die Polizei über 110 informieren. Sprechen Sie außerdem mit Angehörigen über die Maschen der Täter, um zu warnen.

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Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.