Die Stadt Augsburg möchte inklusive Stadt werden. Das bedeutet, dass auch Menschen mit Behinderung und Beeinträchtigungen gleiche Teilhabe-Möglichkeiten haben. Den vom Stadtrat beschlossenen „Aktionsplan Inklusion“ hat Sozialbürgermeister Dr. Stefan Kiefer jetzt im Botanischen Garten vorgestellt.

19_05_16_Aktionsplan-Inklusion_Karussell-1_Foto-Annette-Zoepf_02 Stadt der Inklusion | Augsburger Stadtrat verabschiedet Aktionsplan Augsburg Stadt News Politik Aktionsplan Augsburg Botanischer Garten Augsburg Inklusion Reiner Erben Stefan Kiefer | Presse Augsburg
: Das neue inklusive Karussell im Botanischen Garten ermöglicht allen Kindern barrierefreie Teilhabe beim gemeinsamen Spielen. | Foto: Annette Zoepf

Zur Bedeutung des Plans für Augsburg sagt Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl: „Der Aktionsplan Inklusion greift den Impuls der UN-Behindertenrechtskonvention auf und setzt ihn in umfassendes, aufeinander abgestimmtes Handeln vor Ort um. In Augsburg sind in den zurückliegenden Jahren bereits wichtige Schritte hin zu mehr Barrierefreiheit gemacht worden. Das gilt zum Beispiel für den Baubereich und den Öffentlichen Nahverkehr. Auch im Alltag zahlreicher Einrichtungen von sozialen Trägern haben umfassende Entwicklungen für mehr Inklusion stattgefunden.“

Lebensbereiche, die alle Menschen betreffen

Bürgermeister und Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer nennt den Aktionsplan Inklusion mit seinen 41 Maßnahmen einen „Kompass, der den Weg weist zu einer Stadt, die Inklusion als Grundverständnis in allen Lebensbereichen sieht.“ Deshalb gehe der Aktionsplan auf die Lebensbereiche Gesundheit, Mobilität, Wohnen und Leben, Bildung und Lernen, Arbeit und Beschäftigung sowie Kultur und Freizeit ein. Dies seien Lebensbereiche, die Menschen mit und ohne Behinderungen gleichermaßen beträfen. Gleichwohl betont Sozialreferent Dr. Kiefer: „Es ist ein langfristiger Prozess, in einer Stadt das Anrecht auf Teilhabe in allen Lebensbereichen umzusetzen.“

Lebenslagen und Lebensphasen

Der „Aktionsplan Inklusion“ fasst eine Vielzahl von Handlungsvorschlägen und Einzelmaßnahmen zusammen, um Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen die gleichberechtigte Gestaltung ihres Lebens zu ermöglichen. Neben Themen, die als „lebenslagenübergreifend“ bezeichnet werden, geht der Plan auch von fünf „Lebensphasen“ der betroffenen Menschen aus. Sie beginnen bei der Zeit von der Zeugung bis zu drei Jahren (Lebenslage 1) und reichen bis zum reiferen Erwachsenenalter (Lebenslage 5).

Inklusives Karussell im Botanischen Garten

Vorgestellt wurde der Aktionsplan Inklusion jetzt im Botanischen Garten als beliebter Ort für alle Bürgerinnen und Bürger – ob mit oder ohne Behinderung. Für noch mehr Attraktivität und Barrierefreiheit des gefragten Spielplatzes sorgt ab jetzt ein inklusives Karussell. „Mit der Erweiterung des Spielplatzes im Botanischen Garten um das Spielgerät können ab jetzt auch Kinder mit Behinderung diesen Ort nutzen, der im Sinne der Inklusion der Begegnung aller Menschen dienen soll“, so Umweltreferent Reiner Erben.