„Stolz auf die Mannschaft“ – Stimmen zum FCA-Remis gegen Bayern

Presse Augsburg
6 Minuten Lesezeit

Der FC Augsburg hat dem FC Bayern München beim spektakulären 2:2 am Samstag einen Punkt abgetrotzt. Nach dem schnellsten Tor der Bundesliga-Geschichte durch Robin Fellhauer und einer weiteren Führung durch Rodrigo Ribeiro konnten die Augsburger trotz einer Münchner Schlussoffensive einen Zähler feiern. Nach dem Spiel überwogen beim FCA Stolz und Zufriedenheit, während sich die Bayern über vergebene Chancen und eigene Fehler ärgerten.

Fellhauer nach Rekordtor: „Es ist unbeschreiblich“

Für Robin Fellhauer war es ein Nachmittag, den er wohl nicht mehr vergessen wird. Bereits nach 8,37 Sekunden nutzte der Augsburger einen Fehler von Bayern-Torhüter Manuel Neuer zur Führung und stellte damit einen neuen Bundesliga-Rekord auf.

Augsburg bejubelt ein Tor für die Geschichtsbücher Foto: Sebastian Pfister

„Ein 2:2 hätten wir vor dem Spiel auf jeden Fall unterschrieben“, erklärte der Torschütze anschließend. Besonders hob er die kämpferische Leistung seiner Mannschaft hervor. Dass er selbst mit seinem Rekordtreffer dazu beitragen konnte, machte den Erfolg für ihn noch außergewöhnlicher.

„Es ist unbeschreiblich jetzt Teil von etwas ganz Großem zu sein“, freute sich Fellhauer.

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Ribeiro lobt geschlossene Mannschaftsleistung

Auch Rodrigo Ribeiro, der Augsburg in der 64. Minute erneut in Führung gebracht hatte, zeigte sich zufrieden. Der Angreifer sprach von einer starken ersten Halbzeit, räumte aber ein, dass die Münchner nach dem Seitenwechsel zunehmend die Kontrolle übernommen hatten.

Foto: Sebastian Pfister

Trainer Manuel Baum habe seiner Mannschaft vor dem Spiel vermittelt, dass gegen jeden Gegner etwas möglich sei. Ribeiro freute sich besonders darüber, ausgerechnet gegen den Rekordmeister getroffen zu haben.

„Ich finde, wir haben insgesamt einen tollen Job gemacht“, bilanzierte der FCA-Stürmer.

Dahmen: „Ich bin stolz auf die Jungs“

Torhüter Finn Dahmen sah das Unentschieden mit gemischten Gefühlen. Einerseits hatte Augsburg zweimal geführt, andererseits musste der FCA gerade in der Schlussphase zahlreiche gefährliche Situationen überstehen.

Foto: Sebastian Pfister

„Trotzdem haben wir gegen die beste Mannschaft Deutschlands heute eine gute Leistung gezeigt“, erklärte Dahmen. Der Schlussmann verwies darauf, dass seine Mannschaft auch das notwendige Glück gehabt habe.

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Vor allem die Defensivarbeit seiner Mitspieler beeindruckte ihn. In der Schlussphase habe sich jeder mit vollem Einsatz gegen die drohende Niederlage gestemmt.

„Ich bin stolz auf die Jungs“, sagte Dahmen.

Auch Verteidiger Calvin Brackelmann bewertete den Punktgewinn positiv. Gegen die Münchner habe die Mannschaft über die gesamte Spielzeit konzentriert und gemeinsam verteidigen müssen. Dass mehrere Bayern-Treffer wegen Abseits nicht anerkannt wurden, sei glücklich gewesen. Insgesamt hielt er das Unentschieden dennoch für verdient.

Kompany ärgert sich über Fehler und vier Abseitstore

Auf der Gegenseite war die Enttäuschung deutlich größer. Bayern-Trainer Vincent Kompany sprach nach der Partie von einem emotionalen Wechselbad der Gefühle. Seine Mannschaft hatte insgesamt 29 Torschüsse abgegeben, vier weitere Treffer waren wegen Abseits aberkannt worden.

Foto: Sebastian Pfister

„Wir sind nicht zufrieden, weil wir nicht gewonnen haben“, stellte Kompany klar.

Der Belgier erkannte zugleich die Leistung der Augsburger an und betonte, dass das Gastspiel beim FCA keine einfache Aufgabe gewesen sei. Besonders ärgerlich waren für ihn die Fehler seiner Mannschaft bei beiden Gegentoren.

„Es war ein emotionaler Rollercoaster“, beschrieb Kompany die turbulente Begegnung.

Kane und Eberl hadern mit vergebenen Möglichkeiten

Ähnlich bewertete Bayern-Stürmer Harry Kane die Partie. Der Engländer hatte selbst die Latte getroffen und war an beiden Münchner Treffern als Vorbereiter beteiligt.

„An einem anderen Tag gewinnen wir das Spiel“, meinte Kane. Die Münchner hätten Augsburg zwei einfache Möglichkeiten ermöglicht und seien dafür bestraft worden. Angesichts der zahlreichen eigenen Chancen sei die Punkteteilung enttäuschend.

Foto: Sebastian Pfister

Auch Sportvorstand Max Eberl sah die Ursachen für das Unentschieden vor allem in den eigenen Fehlern. Zwar habe Augsburg eine starke Leistung gezeigt, doch beim ersten und zweiten Gegentor hätten sich die Bayern selbst in Schwierigkeiten gebracht.

Augsburg nimmt Selbstvertrauen aus dem Spitzenspiel mit

Während die Münchner trotz ihrer deutlichen Überlegenheit nur einen Punkt mitnahmen, konnte der FC Augsburg aus der Begegnung viel Positives ziehen. Die Mannschaft von Manuel Baum zeigte sich mutig, verteidigte leidenschaftlich und nutzte ihre Möglichkeiten konsequent.

Mit dem Rekordtreffer von Fellhauer, dem Tor von Ribeiro und einer geschlossenen Mannschaftsleistung lieferte der FCA einen weiteren Beweis dafür, dass er auch gegen die Spitzenmannschaften der Bundesliga bestehen kann.

Dass die Bayern in der Schlussphase dem Sieg näher waren, änderte an der Freude der Augsburger wenig. Der Punktgewinn gegen den deutschen Rekordmeister dürfte der Mannschaft zusätzliches Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.

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