Augsburg – Ein skrupelloser Telefonbetrug erschütterte am Donnerstag (05.02.2026) die Stadt Augsburg. Eine 88-Jährige wurde Opfer eines perfiden Täters, der sich als Anwalt ihrer Tochter ausgab. Der Unbekannte sprach fließend Russisch, die Muttersprache der Seniorin, und behauptete, ihre Tochter sei in einen Unfall verwickelt gewesen und benötige 6.000 Euro für eine dringende Operation, um ein Strafverfahren abzuwenden.
Mehrfache Anrufe von verschiedenen Nummern
Im Verlauf des Tages kontaktierte der Betrüger die Seniorin mehrfach mit verschiedenen Telefonnummern. Unter Druck gesetzt, übergab die 88-Jährige schließlich die geforderte Summe an einen unbekannten Mann, der an ihrer Haustür erschien. Erst im Nachhinein erkannte die Frau den Betrug.
Phantombilder und Polizeimahnung
Der Abholer wird wie folgt beschrieben: etwa 35 Jahre alt, kräftig gebaut, russisches Aussehen, mit dunklem Bart und schwarzer Bekleidung. Die Polizei Augsburg ermittelt nun wegen Betrugs und bittet Zeugen um Hinweise unter der Telefonnummer 0821/323-3821.
Prävention und Schutz vor Telefonbetrug
Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass Betrüger gezielt russischsprachige Senioren ins Visier nehmen und mit sogenannten Schockanrufen Ängste ausnutzen, um an Bargeld oder Vermögenswerte zu gelangen. Die Bayerische Polizei setzt mit der Präventionskampagne #NMMO einen Fokus darauf, Senioren vor solchen Telefonbetrügern zu schützen. Wichtigste Hinweise der Polizei:
- Die Polizei wird niemals um Geldbeträge bitten.
- Geld niemals an unbekannte Personen übergeben.
- Angaben durch Anrufe an bekannte Nummern überprüfen.
- Nummern von Behörden selbstständig herausfinden.
- Niemals unbekannte Personen in die Wohnung lassen.
- Verdächtige Vorkommnisse sofort über den Notruf 110 melden.
Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Webseiten der Polizei unter: polizei.bayern.de/nmmo und polizei-beratung.de/enkeltrick.


