Nach dem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Reisebus am frühen Mittwochnachmittag sind weitere Details zum Ausmaß der Tragödie bekannt geworden. Bei der Kollision auf der Straße zwischen Ampermoching und Ottershausen kam nach aktuellem Ermittlungsstand ein Kind ums Leben. Mehrere weitere Personen wurden schwer verletzt.
Der Unfall ereignete sich gegen 12.30 Uhr in einem Kurvenbereich. Nach bisherigen Erkenntnissen kollidierte ein Linienbus mit einem entgegenkommenden Reisebus, in dem sich Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zweier zweiter Klassen der Grundschule Haimhausen befanden.
Wie die Polizei mitteilte, wurde ein Kind bei dem Zusammenstoß tödlich verletzt. Zwei weitere Kinder sowie eine Lehrerin erlitten schwerste Verletzungen und mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Darüber hinaus wurden zwei Kinder mittelschwer verletzt. Insgesamt 28 weitere Personen, darunter die beiden Busfahrer, erlitten leichtere Verletzungen und wurden medizinisch versorgt.
Aufgrund der Vielzahl der Betroffenen wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Neben zahlreichen Rettungswagen und Einsatzfahrzeugen waren auch fünf Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Verletzten wurden in verschiedene Kliniken der Region transportiert.
Die Ursache des Unfalls ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen zum genauen Hergang laufen auf Hochtouren. Die zuständige Staatsanwaltschaft München II hat ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben, um die Ursache der Kollision zu klären.
Für die betroffenen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie deren Angehörige wurde unmittelbar nach dem Unfall eine Betreuungsstelle eingerichtet. Vor Ort waren zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen im Einsatz, um die Folgen des schweren Unglücks zu bewältigen.
Die Unfallstelle blieb am Nachmittag weiterhin vollständig gesperrt. Rund um den Ereignisort kam es infolgedessen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Ermittlungen dauern an. Weitere Informationen werden erwartet, sobald gesicherte Erkenntnisse zum Unfallhergang vorliegen.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder zum schweren Busunfall im Landkreis Dachau
„Das sind sehr schlimme Nachrichten, die kaum in Worte zu fassen sind. Ein Kind wurde aus dem Leben gerissen, viele weitere Personen wurden verletzt. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und wir beten für die Genesung der Verletzten. Danke an die Rettungskräfte und die Polizei, die schnell geholfen haben. Das ist alles andere als selbstverständlich. Danke auch allen Ärzten und Pflegekräften in den Krankenhäusern, die jetzt ihr Bestes geben.“, so Söder am Abend.

