Angesichts explodierender Benzinpreise infolge von Iran-Krieg und Öl-Krise steigen viele Urlauber zu Ostern auf die Schiene um. Die Deutsche Bahn verzeichnet einen massiven Ticketansturm und reagiert mit Sonderzügen.
„Über Ostern fährt Deutschland Bahn. Ich freue mich, dass mehr gebucht wird als erwartet – sicher auch wegen der hohen Spritpreise“, sagte Bahnchefin Evelyn Palla der „Bild am Sonntag“. Eine Bahn-Sprecherin erklärte zudem, dass die Buchungen im Fernverkehr an einzelnen Tagen im „zweistelligen Prozentbereich über den Erwartungen“ liegen. Besonders gefragt seien die Verbindungen Berlin-Köln, Berlin-München sowie Frankfurt-Köln.
Laut einer aktuellen Insa-Umfrage für „Bild am Sonntag“ schränkt bereits mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Befragten ihre Osterreise wegen der hohen Spritkosten ein. 23 Prozent halten an ihren Reiseplänen fest.
Um die Massen zu bewältigen, setzt die Bahn ab diesem Wochenende höhere Kapazitäten ein. „Es gibt zusätzliche Züge Richtung Sylt, Schwarzwald und bis zum Bodensee“, so Palla. Für Sylt sind vermehrt IC-Züge, auch direkt aus NRW, im Einsatz. Reisende an den Bodensee können einen neuen Direkt-ICE von Köln bis Konstanz nutzen. International rollt ab dem 2. April der „Adria-Express“ (ÖBB-Railjet) von München direkt nach Rimini und Ancona.
Trotz des Zusatzangebots warnt die Bahn vor Engpässen. Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag gelten als „fast dicht“. Palla rät: „Außerhalb der Stoßzeiten gibt es noch freie Plätze und günstige Tickets, zum Beispiel am Karsamstag oder Ostersonntag.“ Aber auch an Ostern werde gebaut: Auf den Strecken unter anderen zwischen Leipzig und Halle, rund um Hannover und zwischen Frankfurt und Fulda. Busse statt Bahn verkehren zwischen Baden-Baden und Freiburg.




