Nach der Klatsche im Dezember hatte der FC Augsburg gegen Holstein Kiel noch eine Rechnung offen. Statt im Heimspiel Revanche zu nehmen, ging der Albtraum gegen den Abstiegskandidaten aber weiter. Der FCA verlor das Rückspiel mit 1:3. Das hatten die Beteiligten dazu zu sagen.
Chrislain Matsima: „Heute ist ein harter Tag, es war ein schwieriges Spiel. Wir haben drei Punkte verloren, obwohl wir eigentlich die Kontrolle hatten. Der Elfmeter ist natürlich ein Knackpunkt, meiner Meinung nach spiele ich zuerst den Ball, der Schiedsrichter hätte es sich zumindest nochmal anschauen können. Trotzdem hätten wir unsere Chancen nutzen müssen, Kiel war einfach effektiver. Wir müssen das jetzt aufarbeiten und uns dann auf die letzten beiden Spiele konzentrieren, die wir natürlich gewinnen wollen. Die Saison ist noch nicht vorbei!“
Jeffrey Gouweleeuw: „Wir kommen gut ins Spiel und müssen das 1:0 machen. Dann geht Kiel durch einen strittigen Elfmeter in Führung. Für mich spielt Chrislain ganz klar den Ball – das ist ein Thema, das uns über die ganze Saison verfolgt. Im Saisonfinale geht’s um alles, nicht nur für Kiel, sondern auch für uns. Dann muss sich der Schiedsrichter die Szene zumindest anschauen. Nach dem 0:1 konnte Kiel kompakt stehen und lauern – das spielt ihnen natürlich in die Karten. Wir mussten mehr öffnen, und so ergeben sich natürlich Räume. Kiel konnte abwarten und unsere Fehler nutzen – das haben sie dann auch gemacht.“

Phillip Tietz: „Das Spiel ist extrem bitter gelaufen, aber ein 1:3 sagt viel aus. Wir waren 20 Minuten lang klar besser und hätten in Führung gehen können, aber dann gibt es den Elfmeter. Auch danach hatten wir gute Phasen, aber am Ende zählen Tore und nicht Ballbesitz und Torschüsse.“
Finn Dahmen: „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und hätten früh in Führung gehen müssen. Der Elfmeter war aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung und hat das Spiel ein Stück weit verändert. Trotzdem hatten wir genug Chancen, die wir liegen gelassen haben. Am Ende war auch etwas Pech dabei. Jetzt heißt es, das abzuschütteln und in den letzten Spielen noch sechs Punkte zu holen.“
Alexis Claude-Maurice: „Wir haben die Tore kassiert, selbst aber nicht gemacht, obwohl wir viele Chancen hatten. Drei Gegentore mussten wir schon lange nicht mehr hinnehmen und im Gegenzug waren wir nicht konsequent genug in der Offensive. Bemerkenswert war aber die Unterstützung unserer Fans, selbst nach dem 0:3. Wir wollen jetzt für sie die letzten beiden Spiele noch gewinnen.“
Alexander Bernhardsson (Holstein Kiel): „Es macht großen Spaß, in diesem Team zu spielen. Wenn man solche Pässe bekommt, wie ich heute, macht es das Toreschießen um einiges leichter. Die ganze Mannschaft hat heute einen großartigen Job gemacht, ich bin sehr stolz auf die Leistungen der Jungs in den vergangenen Wochen.“
Thomas Dähne (Holstein Kiel): „Wir spielen in den letzten Wochen einen richtig guten Fußball. Wir stehen defensiv gut, gewinnen in den richtigen Momenten die Bälle und nutzen vorne unsere Möglichkeiten. Mit den drei Punkten sind wir unserem großen Ziel einen Schritt nähergekommen. Zwei Spiele in Folge zu gewinnen, gibt uns natürlich jetzt Aufschwung.“
Der Albtraum hat einen Namen – FC Augsburg verliert erneut gegen Holstein Kiel
Steven Skrzybski (Holstein Kiel): „Augsburg ist gut ins Spiel gekommen und wir mussten vor allem zu Beginn viele Flanken abwehren. Unsere Verteidiger und Thomas Dähne im Tor haben es heute aber defensiv überragend gelöst. Unsere Nadelstiche haben wir dann nach vorne richtig gut ausgespielt. Ich bin froh, dass wir uns heute auf diese Weise belohnt haben.“
Jess Thorup (Trainer FC Augsburg): „Wir sind wohl der Lieblingsgegner für Kiel. Wenn man auf die Statistiken schaut, haben wir ein gutes Spiel gemacht – aber das zählt nicht, wenn man 1:3 verliert. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben den Gegner unter Druck gesetzt. Samuel hatte zwei große Chancen, Mert zwei hundertprozentige. Der Torwart von Kiel war heute der Spieler des Tages – mit fünf, sechs Glanzparaden. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf, sie hat viel versucht, mit 35 Flanken, 26 Torschüssen und 12:0-Ecken. Deswegen sind wir enttäuscht und können nicht von einem guten Spiel sprechen, weil die Tore zählen.“

Marcel Rapp (Trainer Holstein Kiel): „Am Anfang war es schwer für uns, ins Spiel zu kommen. Augsburg hat sehr hoch gepresst und uns unter Druck gesetzt. Es ging hin und her mit Chancen auf beiden Seiten, dann machen wir das 1:0. In der ersten Halbzeit waren wir sehr effizient – gefühlt war jeder Abschluss ein Tor. Auch die zweite Halbzeit hat mit dem 0:3 perfekt für uns begonnen. Augsburg war insgesamt klar spielbestimmend und hatte auch einige Möglichkeiten – aber wenig hochkarätige Chancen. Wir fahren glücklich nach Hause, wissen aber, dass wir noch etwas vor uns haben.“
Quellen: fcaugsburg.de / holstein-kiel.de




