WM-Qualifikation | Überraschungen im Kampf um die Kajak-Cross-Plätze

Es bleibt spannend: Kajak-Cross-Spezialisten suchen ihr WM-Team. Die Entscheidung fällt nächste Woche in Augsburg.

In dieser Saison kann sich erstmals niemand über den Kanuslalom für die Disziplin Kajak-Cross im Nationalteam qualifizieren. Die Bedingungen sind somit für alle gleich. Im ersten Teil der nationalen Qualifikation in Markkleeberg an diesem Wochenende waren zwei Einzelzeit-Rennen (Kajak Cross Individual/Time Trials) zu absolvieren, wobei beide Läufe für die Kopf-an-Kopf-Rennen gewertet werden. Die ersten Zwölf, berechnet nach einer Punktewertung, sind qualifiziert, um an den Kopf-an-Kopf-Rennen beim zweiten Teil der nationalen Qualifikation nächste Woche in Augsburg teilzunehmen. Damit ist der Traum auf einen WM-Platz in der Disziplin Kajak-Cross für einige Athleten bereits geplatzt. Überraschend ist unter anderen der Cross-Spezialist Tillmann Röller (KV Schwerte) ausgeschieden – der Mann, der 2024 in letzter Sekunde noch einen Olympia-Quotenplatz für Deutschland in dieser Disziplin holte.

Glück für Ricarda Funk

Glück hatte die Gesamtweltcup-Zweite im Kajak Cross Individual und Gesamtweltcup-Siegerin im Kajak-Cross, Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach). Zwar gewann die 34-Jährige den ersten Lauf, aber im zweiten unterlief ihr ein Fehler, der sie auf Rang 14 katapultierte. Dennoch landete sie in der Gesamtwertung auf Rang fünf.

Hegge und Tasiadis weiter mit Chancen

Für eine Überraschung sorgte Felix Sachers (Leipziger KC). Der erst 19-Jährige gewann das erste Rennen. Im zweiten Lauf paddelte er auf Platz zwei. Dadurch setzte er sich in der Gesamtwertung an die Tabellenspitze, gefolgt von den Routiniers Stefan Hengst (KR Hamm) und dem Olympia-Dritten im Kajak-Cross, Noah Hegge (KS Augsburg). Überraschend auch, dass sich auch Canadierspezialist Sideris Tasiadis (KS Augsburg) mit seinem neunten Rang für die Heats qualifizieren konnte.

Stark, jedoch nicht ganz überraschend, war die Leistung von Andrea Herzog (Leipziger KC). Die Canadierspezialistin gab in der vorigen Saison ihr Debüt im Kajak-Cross und sorgte mit ihrem vierten Platz im Cross Individual bei der WM 2025 in Australien für ein Achtungszeichen.

In Augsburg werden dann die Kopf-an-Kopf-Rennen ausgetragen. Auch dabei gibt es zwei Wertungen. Von den einschließlich der Einzelrennen dann insgesamt vier gewerteten Platzierungen wird das schlechteste gestrichen. Entsprechend eines Punktesystems ergibt sich dann die Gesamtwertung.

Uta Büttner

Ergebnisse nach 2 Time-Trial-Rennen – Die Qualifizierten für die Kopf-an-Kopf-Rennen

Herren

  1. SACHERS Felix LKC Leipzig
  2. HENGST Stefan KR Hamm
  3. HEGGE Noah KSA Augsburg
  4. DIETZ Enrico RKV Bad Kreuznach
  5. NEUMANN Kalle KSA Augsburg
  6. LARYEA Nelian WSC Lippstadt
  7. ZIMMERMANN Niels LKC Leipzig
  8. BUECHNER Jonas AKV Augsburg
  9. TASIADIS Sideris KSA Augsburg
  10. BREMER Tim KST Rhein-Ruhr
  11. KONRAD Marten WSC Bayer Dormagen
  12. SUESS Philipp KSA Augsburg

Damen

  1. HERZOG Andrea LKC Leipzig
  2. PLOCHMANN Annkatrin SGV Nürnberg-Fürth
  3. WILD Charlotte BSV Halle
  4. PLOCHMANN Antonia SGV Nürnberg-Fürth
  5. FUNK Ricarda KSV Bad Kreuznach
  6. PIRRO Paulina KSV Bad Kreuznach
  7. BAYN Nele LKC Leipzig
  8. PLOCHMANN Amelie SGV Nürnberg-Fürth
  9. PANZLAFF Jannemien KVS Schwerte
  10. APEL Emily KSA Augsburg
  11. BLUME Mina BSV Halle
  12. KRIESINGER Lara AKV Augsburg
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