Seit über 50 Jahren gehört die „Augsburger Märchenstraße“ zur Vorweihnachtszeit der Fuggerstadt. Auch 2024 verzaubert sie wieder Groß und Klein mit bewegten Märchenszenen. In diesem Jahr erzählen acht Schaufenster und eine besondere Szene im Maximilianmuseum die Geschichte „Pettersson und Findus: Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ des schwedischen Kinderbuchautors Sven Nordqvist.
Eine Tradition mit Geschichte
Die Wurzeln der Märchenstraße reichen bis ins Jahr 1968 zurück, als das Warenhaus Kröll & Nill erstmals seine Schaufenster mit märchenhaften Szenen schmückte. Der Kunstmaler Otto Geis gestaltete damals die ersten Bilder. Über die Jahre wurde die Tradition immer aufwendiger, bis das Kaufhaus 2001 schloss. Doch die Regio Augsburg Tourismus GmbH hauchte der Idee 2008 neues Leben ein. Mit Ullrich Styra, dem „Vater der Augsburger Märchenstraße“, und Tourismusdirektor Götz Beck entstand eine moderne Version, die jedes Jahr mit neuen Märchenthemen begeistert.

Pettersson und Findus kehren zurück
Auf vielfachen Wunsch zeigt die Märchenstraße 2024 erneut die beliebte Weihnachtsgeschichte von Pettersson und Findus. Die Schaufenster erzählen, wie der schrullige Pettersson und sein quirliger Kater kurz vor Weihnachten in Schwierigkeiten geraten. Pettersson verstaucht sich den Fuß, und Findus fürchtet ein trauriges Weihnachtsfest. Doch wie immer nimmt die Geschichte eine herzerwärmende Wendung – dargestellt mit bewegten Figuren und detailreichen Szenen, die das Publikum in ihren Bann ziehen.
Ein Rundgang voller Entdeckungen
Die Märchenfenster sind in der gesamten Augsburger Innenstadt verteilt. Stationen sind unter anderem das Modehaus Wöhrl, die Parfümerie Haberstock, die Sparkasse Schwaben-Bodensee und das Maximilianmuseum. Im Innenhof des Museums sorgt eine freistehende Szene für besondere Begeisterung. Ein Kinderrätsel begleitet die Besucher von Fenster zu Fenster. Wer alle Fragen löst, kann sich auf attraktive Preise freuen. Teilnahmekarten sind an verschiedenen Punkten erhältlich, darunter die Tourist-Information am Rathausplatz.
Ein Gewinn für die Innenstadt
Wolfgang Färber, Leiter des Marktamtes, betont die Bedeutung der Märchenstraße: „Gerade kostenlose und familienfreundliche Aktionen wie diese beleben die Innenstadt und machen den Christkindlesmarkt noch attraktiver.“ Für den lokalen Handel ist die Märchenstraße ein wichtiger Faktor, der junge Familien anzieht und die Innenstadt in eine zauberhafte Märchenwelt verwandelt.
Die Märchenfenster können während der gesamten Dauer des Christkindlesmarkts und bis in die erste Januarwoche besichtigt werden. Ein Besuch ist ein Muss für alle, die die Magie der Weihnachtszeit spüren möchten.





