Der Frühling brachte nun auch die ersten Jungtiere für den Zoo Augsburg. Besonders die kleinen Nasenbären könnten wieder zu Besucherlieblingen werden.

Die jungen Wilden
Im Vogelbestand konnte bisher der Schlupf von drei Magellanpinguinen vermeldet werden. Sie machen bisher einen ausgesprochen fitten Eindruck. Außerdem schlüpfte der erste Seidenreiher und vier Kapuzenzeisige.

Wie im letzten Jahr haben die Nasenbären wieder Ende April Anfang Mai ihre Jungen bekommen. Das Zählen gestaltet sich bei der Menge noch ein wenig schwierig, aber anscheinend sollen es 14 Jungtiere von zwei Weibchen sein. Wobei zu erwarten steht, dass die Weibchen nicht so viele Jungtiere durchbringen werden.

Geboren wurde zudem ein Waldrentier, was aber leider nach zwei Tagen verstarb. Die Obduktion ergab eine Fruchtwasseraspiration. Zudem ist der erste Alpensteinbock geboren worden.
Die Neuzugänge
Urlaubsgast Kragenbär Franz hat sich schon sehr gut eingelebt und nutzt sowohl die Anlage als auch seine Bademöglichkeiten ausgiebig. Erfreulich ist auch die Nachricht, dass seine zukünftige Gefährtin Misha nun demnächst ebenfalls ihre Reise nach Augsburg antritt.
Ein männlicher Rüsselspringer ist aus dem Zoo Erfurt angekommen, somit hat der Zoo in Augsburg wieder ein junges Paar. Außerdem kam ein männlicher Kormoran aus dem Tierpark Cottbus.

Die Abgänge
Den Zoo Augsburg verließen einige Nachzuchten im Vogelbestand. Vor allem bei den Moorenten funktioniert die Zucht in Augsburg ganz hervorragend. Zwei Moorenten gingen an den Zoo Heidelberg, drei an den Opelzoo Kronberg und ebenfalls zwei an den Zoo Wroclaw.

Die (erstmaligen) Nachzuchten der Rosaflamingos wurden an den Tierpark Germendorf abgegeben und eine Rosenhalsfruchttaube an den Zoo Köln. Die letztjährige Nachzucht der Madagaskar Hundkopfboa reiste in den Zoo Beauval (F).

Auf Wunsch der Zuchtbuchführerin sollte die Zebrastute in eine Zuchtsituation kommen und so wurde sie an den Zoo Olomouc (CZ) abgegeben. Aus Berlin wurde Augsburg im Gegenzug eine junge Stute zugewiesen, die in den nächsten Wochen aus Berlin anreisen soll.

Sieben der Alpensteinböcke wurden an ein Naturschutzgebiet in den Pyrenäen abgegeben.
Die Trauerfälle
Das verstorbene weibliche Gürteltier (wir berichten) war tatsächlich hochschwanger. Möglicherweise ist das Jungtier in der Gebärmutter abgestorben, oder es gab Probleme bei der Geburt.

Und noch eine weitere traurige Nachricht. Nicht ganz unerwartet ist der Mähnenwolf vor ein paar Tagen verstorben. Laut Zuchtbuch war er mit 17 Jahren der zweitälteste Mähnenwolf, der aktuell in Menschenobhut lebte.

