23-jähriger Ukrainer bedrängt und bestiehlt Jugendliche am Ansbacher Bahnhof

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Am vergangenen Samstagnachmittag sorgte ein Vorfall am Bahnhof Ansbach für polizeiliche Ermittlungen. Ein 23-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger hat mehrere Jugendliche bedrängt, bedroht und beleidigt.

Bedrohung und Erpressung am Bahnhof

Gegen 16:40 Uhr wandte sich der Mann in der Bahnsteigunterführung an vier Jugendliche. Laut bisherigen Ermittlungen bedrohte er einen 14-jährigen Deutschen und forderte Geld, woraufhin dieser ihm aus Angst zwei Euro übergab. Der Tatverdächtige umarmte und küsste anschließend den 14-Jährigen, ohne dessen Zustimmung. Danach verlangte er von einem weiteren Jugendlichen, einem 13-jährigen Deutschen, ebenfalls Geld. Als dieser sich weigerte, zog ihm der Mann auf dem Bahnsteig an den Haaren, was beim Opfer Schmerzen an der Kopfhaut verursachte, jedoch keine ärztliche Behandlung nach sich zog. Während des gesamten Vorfalls wurden die Jugendlichen von dem Mann kontinuierlich beleidigt.

Flucht und Festnahme des Verdächtigen

Zwei 12-jährige Mädchen, die den Vorfall beobachteten, wurden nicht direkt attackiert. Nach etwa 15 Minuten flüchtete der Verdächtige in Richtung Südstadt. Die betroffenen Jugendlichen informierten ihre Erziehungsberechtigten und die Bundespolizei, die aufgrund einer detaillierten Personenbeschreibung eine Fahndung einleitete. Der Tatverdächtige wurde am Bahnhofsparkhaus aufgegriffen und vorläufig festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam der bereits polizeibekannte Mann wieder auf freien Fuß.

Ermittlungen durch die Bundespolizei

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen den Mann wegen sexueller Belästigung, Erpressung, Nötigung, Körperverletzung und Beleidigung.

- Anzeige -
Diesen Artikel teilen
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.