Amazfit T-Rex 3 Pro im Praxistest: Kompakte Outdoor-Smartwatch mit Premium-Anspruch

Outdoor-Smartwatches sind oft groß, schwer und am Handgelenk kaum zu übersehen. Mit der Amazfit T-Rex 3 Pro 44mm verfolgt der Hersteller einen anderen Ansatz: robuste Technik, umfangreiche Navigation und lange Akkulaufzeit – verpackt in einem vergleichsweise kompakten 44-Millimeter-Gehäuse. Wir haben getestet, wie gut dieses Konzept im Alltag und bei sportlichen Outdoor-Aktivitäten funktioniert.

Die neue Amazfit T-Rex 3 Pro kommt in einer ansprechenden und hochwertigen Verpackung

Design und Verarbeitung

Schon beim Anlegen wird deutlich, dass Amazfit bei der T-Rex 3 Pro stärker auf hochwertige Materialien setzt als bei vielen anderen Modellen der Reihe. Die Lünette besteht aus Titan der Güteklasse 5, die physischen Tasten ebenfalls. Geschützt wird das Display durch kratzfestes Saphirglas – ein klares Plus für den Einsatz im Gelände.

Der eigentliche Uhrenkörper besteht aus einem widerstandsfähigen Polymer-Verbundstoff. Das spart Gewicht, ist aber optisch anfälliger als ein vollständig metallisches Gehäuse. Nach intensiver Nutzung können hier schneller sichtbare Gebrauchsspuren auftreten.

Mit rund 47 Gramm ohne Armband trägt sich die Uhr angenehm leicht. Sie sitzt flach am Handgelenk, kippt nicht und bleibt auch bei Bewegung stabil. Gerade Nutzer mit schmaleren Handgelenken profitieren von der kompakten Bauform.

Display: hell, scharf und outdoor-tauglich

Im Alltag zeigt sich schnell, dass das Display zu den größten Stärken der T-Rex 3 Pro gehört. Das 1,32 Zoll große AMOLED-Panel löst hoch auf und stellt Inhalte gestochen scharf dar. Farben wirken kräftig, aber nicht überzeichnet.

Das Display ist scharf, hell und jederzeit einwandfrei ablesbar

Besonders überzeugend ist die hohe Spitzenhelligkeit, die auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine sehr gute Ablesbarkeit ermöglicht. Ergänzt wird dies durch einen Nachtmodus, der Inhalte in Rot auf schwarzem Hintergrund darstellt – ideal für den Einsatz bei Dunkelheit oder im Zelt.

Das Always-on-Display ist optional nutzbar und beeinträchtigt die Akkulaufzeit nur moderat.

Ausstattung und Sensorik

Technisch ist die Amazfit T-Rex 3 Pro sehr umfangreich ausgestattet. Sie misst kontinuierlich Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Stresslevel, Atemfrequenz und Temperaturtrends. Hinzu kommen Barometer, Kompass und Höhenmesser – alles Funktionen, die vor allem bei Outdoor-Aktivitäten echten Mehrwert bieten.

Ein besonderes Extra ist die integrierte LED-Taschenlampe. Sie eignet sich für kurze Wege im Dunkeln, das Suchen im Rucksack oder den Einsatz im Zelt. Für eine Smartwatch ist die Lichtleistung überraschend praxisnah.

Mikrofon und Lautsprecher ermöglichen zudem Bluetooth-Telefonie, sofern ein Smartphone verbunden ist.

Akkulaufzeit: Stärke der T-Rex 3 Pro

Gerade im Outdoor-Einsatz entscheidet die Akkulaufzeit darüber, ob eine Smartwatch wirklich tourentauglich ist. Trotz des kompakten Gehäuses liefert die T-Rex 3 Pro hier überzeugende Ergebnisse.

Im typischen Alltagsbetrieb mit kontinuierlicher Gesundheitsüberwachung und gelegentlichen Trainingseinheiten sind Laufzeiten von bis zu 17 Tagen realistisch. Bei intensiver Nutzung mit Always-on-Display und häufigem GPS-Einsatz reduziert sich die Laufzeit, bleibt aber weiterhin solide.

Besonders relevant für Outdoor-Fans: Je nach gewähltem GPS-Modus sind auch sehr lange Aufzeichnungen möglich, sodass mehrtägige Touren ohne Nachladen realistisch bleiben.

Bedienung und App-Anbindung

Die Einrichtung erfolgt über die Zepp-App, die als zentrale Steuerzentrale dient. Kopplung, Updates und Konfiguration gehen schnell und unkompliziert von der Hand. Die App bietet umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für Anzeige, Benachrichtigungen und Trainingsprofile.

Trainings- und Gesundheitsdaten werden übersichtlich aufbereitet. Neben klassischen Statistiken berechnet die App auch Leistungs- und Erholungswerte. Die Synchronisation mit Diensten wie Strava, Komoot, Google Fit oder Apple Health ist möglich – ein kostenpflichtiges Abo ist nicht erforderlich.

Sport, Training und Genauigkeit

Mit über 180 Sportmodi deckt die T-Rex 3 Pro nahezu jede Aktivität ab – von Laufen und Radfahren bis hin zu spezialisierten Formaten wie Hyrox oder Krafttraining.

Bei gleichmäßiger Belastung arbeitet die optische Pulsmessung zuverlässig. Bei sehr schnellen Intervallen oder intensiven Armbewegungen kann es jedoch zu Abweichungen kommen. Für maximale Präzision empfiehlt sich die Nutzung eines externen Herzfrequenzsensors.

Navigation und Offline-Karten

Ein zentrales Argument für die Amazfit T-Rex 3 Pro ist ihre Unabhängigkeit vom Smartphone. Die Uhr unterstützt Offline-Karten, Routenimport und eine Trackback-Funktion.

Dank Dual-Band-GPS und Multi-GNSS bleibt die Positionsbestimmung auch in bewaldeten Gebieten oder im Gebirge stabil. Wanderwege, Höhenlinien und markante Punkte werden direkt auf dem Display dargestellt. Die Bedienung ist überwiegend flüssig, bei sehr komplexen Kartendaten kann es zu kurzen Verzögerungen kommen.

Technische Daten und Preis

MerkmalAngaben
Display1,32 Zoll AMOLED, 466 × 466 Pixel, Saphirglas, Always-on
GehäuseTitan-Lünette und -Tasten (Grade 5), Polymer-Korpus
Gewichtca. 46,8 g (ohne Armband)
NavigationDual-Band-GPS (L1 + L5), Multi-GNSS, Offline-Karten
SensorenHerzfrequenz, SpO₂, Stress, Atemfrequenz, Temperatur, Barometer
SportmodiÜber 180 Profile
Wasserfestigkeit10 ATM (bis 100 m)
Akku500 mAh, bis zu 17 Tage Laufzeit
KonnektivitätBluetooth 5.2, WLAN (2,4 GHz)
ExtrasLED-Taschenlampe, Offline-Musik, MIL-STD-810H
UVPca. 399 Euro

Alltagserfahrung und Langzeiteindruck

Im täglichen Einsatz wirkt die Amazfit T-Rex 3 Pro weniger wie ein reines Sportgerät, sondern wie eine robuste Allround-Smartwatch. Benachrichtigungen werden zuverlässig angezeigt, die Bedienung funktioniert auch mit Handschuhen oder bei Nässe problemlos.

Über mehrere Tage hinweg blieb die Performance stabil. GPS-Fixzeiten sind kurz, die Navigation zuverlässig, Software-Updates verbessern regelmäßig Details und Funktionen.

Fazit

Die Amazfit T-Rex 3 Pro ist eine überzeugende Outdoor-Smartwatch für alle, die ein kompaktes Format mit echter Navigationsfunktion und starker Akkulaufzeit suchen. Hochwertige Materialien, ein extrem helles Display und Offline-Karten machen sie zum zuverlässigen Begleiter für Alltag und Abenteuer.

Kleine Schwächen zeigt sie bei der optischen Pulsmessung unter sehr dynamischer Belastung und beim Kunststoffkorpus. Insgesamt bietet sie jedoch ein sehr ausgewogenes Gesamtpaket – besonders für Nutzer, denen klassische Outdoor-Uhren bislang zu groß waren.

Presse Augsburg
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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.

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