Die Stadtwerke Augsburg (swa) und die Augsburger Abfallverwertung (AVA) verlängern ihre Zusammenarbeit: Wärme aus der Abfallverwertung in Lechhausen soll bis Ende 2040 in das Augsburger Fernwärmenetz eingespeist werden.
Wärmeliefervertrag startet 2031
Der neue Wärmeliefervertrag gilt vom 1. Januar 2031 bis zum 31. Dezember 2040. Damit sichern die beiden Unternehmen die weitere Belieferung des swa-Fernwärmenetzes mit Wärme aus der AVA. Die Zusammenarbeit besteht bereits seit 1996.
Die AVA stellt dem Fernwärmenetz derzeit eine Einspeiseleistung von bis zu 45 Megawatt zur Verfügung. Rechnerisch entspricht das der Wärmeversorgung von rund 26.500 Haushalten. Mit dem neuen Vertrag wollen die Partner daran arbeiten, die Einspeiseleistung künftig weiter zu erhöhen.
„Mit der Vertragsverlängerung schaffen wir langfristige Planungssicherheit für die Fernwärmeversorgung in Augsburg und für den weiteren Ausbau unseres Netzes“, sagt Frank Kaminke, Leiter Vertrieb Wärme bei den swa. AVA-Vorstand Dirk Matthies bezeichnete die Nutzung vorhandener Wärmequellen als wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung und zum Gelingen der Wärmewende.
Fernwärmenetz soll 2026 weiter wachsen
Die Wärme aus der AVA ist nach Angaben der Unternehmen ein wichtiger Bestandteil der Augsburger Fernwärmeversorgung. Rund die Hälfte der eingespeisten Wärme stammt aus biogenen Abfällen und wird als erneuerbare Wärme eingestuft. Die übrige Wärme gilt als unvermeidbare Abwärme, die bei der Müllverbrennung entsteht und weitergenutzt werden kann.
Der Anteil erneuerbarer Energien an der Fernwärmeerzeugung der swa liegt den Angaben zufolge derzeit bei rund 39 Prozent. Einschließlich der Abwärme beträgt der Anteil 56 Prozent. Grundlage sind die Kennzahlen für das Jahr 2025.
Das Fernwärmenetz der swa ist aktuell rund 233 Kilometer lang. Im Jahr 2026 sollen mehr als zehn Kilometer Leitungen hinzukommen. Dadurch soll das Netz auf eine Gesamtlänge von über 240 Kilometern wachsen. So können zusätzliche Gebäude und Quartiere angeschlossen werden.
Ob Fernwärme in einem bestimmten Gebiet verfügbar ist, können Interessierte auf der Website der swa prüfen. Dort steht auch die aktuelle Ausbaukarte zum Download bereit.

