Betrüger erbeuten Goldmünzen durch Schockanruf in Weßling – Polizei sucht Zeugen

WEßLING, LANDKREIS STARNBERG. Am frühen Abend des 5. März 2026 wurde eine 86-jährige Rentnerin aus Weßling das Opfer eines Betrugs, bei dem ein unbekannter Täter durch die überregionale Masche „Schockanruf“ an wertvolle Goldmünzen gelangte. Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck hat bereits Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

Überlistete Rentnerin durch erfundene Krankheitsgeschichte

Die Seniorin erhielt einen Anruf von einer unbekannten Frau, die sich als Krankenhausmitarbeiterin ausgab. Sie erzählte eine erfundene Geschichte über die angebliche, schwere Erkrankung der Tochter der Rentnerin, die dringend spezielle Medikamente aus der Schweiz benötige. Um diese Medikamente zu beschaffen, sei eine Sonderzahlung erforderlich.

Betrüger erbeutet Goldmünzen

Besorgt um das Wohlergehen ihrer Tochter, stellte die Frau einen fünfstelligen Betrag in Goldmünzen zur Verfügung. Kurz darauf erschien ein vermeintlicher Mitarbeiter des Krankenhauses an ihrer Adresse, nahm die Münzen entgegen und verschwand. Erst später schöpfte die Rentnerin Verdacht und informierte die Polizei. Trotz sofortiger Fahndungsmaßnahmen blieb der Täter unauffindbar.

Polizei sucht nach Zeugen

Der Abholer wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 35 Jahre alt, 175 cm groß, mit schwarzen Haaren und einem südländischen Erscheinungsbild. Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck leitet die weiteren Ermittlungen und bittet Personen, die am 5. März 2026 am späten Nachmittag und frühen Abend verdächtige Beobachtungen in Weßling gemacht haben, sich zu melden. Hinweise werden unter der Telefonnummer 08141 612-0 entgegengenommen.

Um solche Betrugsmaschen zu vermeiden, empfiehlt die Polizei:

  • Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen und nicht sicher sind, wer anruft.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer 110 an. Falls Sie unsicher sind, wählen Sie selbst die Nummer 110, jedoch nicht per Rückruftaste.
  • Kontaktieren Sie den angeblich betroffenen Angehörigen über dessen Ihnen bekannte Nummer.
  • Sprechen Sie nicht über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse am Telefon.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Fremde.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson zu Rate oder alarmieren Sie die Polizei über den Notruf 110.
  • Informieren Sie Angehörige über solche Betrügereien und sprechen Sie darüber, um sie zu warnen.

Weiterführende Informationen zum Thema Schockanruf oder Betrug über Messengerdienste finden sich auf den Webseiten der Präventionskampagne LEG AUF!

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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