Betrugswarnung im Raum Neumarkt: Polizei warnt vor falschen Anrufen von Betrügern

Alfred Ingerl
3 Minuten Lesezeit

OBERPFALZ. Betrügerische Telefonanrufe häufen sich im Raum Neumarkt i.d.OPf., warnt die Polizei eindringlich vor den perfiden Maschen der Betrüger, die besonders auf ältere Menschen abzielen.

Betrügerische Anrufe im Raum Neumarkt nehmen zu

Im Raum Neumarkt i.d.OPf. mehren sich derzeit Betrugsversuche am Telefon. Die Täter geben sich als Familienangehörige oder Amtspersonen, wie Polizisten oder Staatsanwälte, aus, um die Opfer gezielt unter emotionalen Druck zu setzen. Mit Vorliebe wählen sie ältere Menschen anhand ihres Eintrags im Telefonbuch aus.

Beliebte Betrugsmaschen

Die Betrüger nutzen verschiedene Methoden, um an Bargeld oder Wertgegenstände zu gelangen:

Falsche Polizeibeamte:

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Die Täter geben vor, Polizisten zu sein und behaupten, dass kürzlich Einbrecher festgenommen wurden, bei denen ein Zettel mit den Daten der Betroffenen gefunden wurde. Um deren Wertgegenstände zu sichern, sollen diese an die falschen Polizeibeamten übergeben werden.

Schockanruf:

Hier meldet sich zuerst ein vermeintlich verzweifelter Angehöriger, gefolgt von einem angeblichen Polizisten oder Staatsanwalt. Es wird behauptet, ein naher Verwandter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, und eine hohe Geldsumme müsse zur Abwendung einer Haft als „Kaution“ gezahlt werden.

Arztmasche:

Die Betrüger geben sich als Ärzte oder Krankenhausmitarbeiter aus und behaupten, ein Angehöriger benötige dringend eine teure, lebensrettende Behandlung. Das Geld müsse sofort bereitgestellt werden.

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Spezielle Masche: “Russische Callcenter”

Diese Betrugsmasche richtet sich speziell an russischsprachige Personen, wobei die Gespräche in russischer Sprache geführt werden. Unter der bekannten Masche des Schockanrufs oder Enkeltricks treten die Täter häufig als falsche Polizeibeamte auf und behaupten, ein Unfall sei geschehen.

Die Polizei Oberpfalz rät, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen:

  • Rufen Sie eigenständig die 110 an und verifizieren Sie die Echtheit des Anrufs.
  • Die Polizei wird niemals Bargeld oder Wertgegenstände von Ihnen verlangen.
  • Übergeben Sie keine Wertgegenstände an Fremde, auch nicht an Personen, die sich als Polizisten ausgeben.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Rufen Sie nicht über die angezeigte Nummer zurück; echte Polizeirufe zeigen nie die 110 im Display.
  • Vereinbaren Sie ein persönliches Codewort mit Ihren Angehörigen, um Betrugsanrufe zu identifizieren.
  • Lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen oder ändern, um Ihre Daten zu schützen.

Weitere Informationen und Tipps zur Prävention finden Sie unter: polizei-beratung.de

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.