Oberpfalz: 4.367 Verstöße bei Landstraßen-Kontrollen im Juni festgestellt

Alfred Ingerl
3 Minuten Lesezeit

OBERPFALZ. Mit verstärkten Kontrollen und zahlreichen Präventionsmaßnahmen beteiligte sich das Polizeipräsidium Oberpfalz im Juni 2026 am landesweiten Schwerpunktmonat „Landstraßensicherheit“. Mehr als 600 Polizeibeamte waren im Einsatz und ahndeten insgesamt 4.367 Verkehrsverstöße. Die Bilanz zeigt: Überhöhte Geschwindigkeit bleibt die größte Gefahr auf Landstraßen. Das Polizeipräsidium Oberpfalz setzt deshalb weiterhin auf eine Kombination aus konsequenten Kontrollen und gezielter Präventionsarbeit.

Schwerpunkt auf Geschwindigkeit und Sicherheit

Während des Aktionsmonats registrierten die Einsatzkräfte 3.085 Geschwindigkeitsverstöße. Darüber hinaus wurden 165 Ablenkungsverstöße, 121 Verstöße gegen die Gurtanlegepflicht beziehungsweise die Kindersicherung sowie 24 gefährliche Überholverstöße festgestellt. Insgesamt ahndete die Oberpfälzer Polizei 67 Straftaten, 2.015 Verkehrsordnungswidrigkeiten und 1.718 Verwarnungen.

Unfälle und Kontrollmaßnahmen

Die Bedeutung der Schwerpunktaktionen unterstreicht auch das bisherige Unfallgeschehen: Im Jahr 2025 ereigneten sich auf den Landstraßen der Oberpfalz außerhalb geschlossener Ortschaften 14.736 Verkehrsunfälle. Dabei kamen 36 Menschen ums Leben. Hauptunfallursache bleibt die nicht angepasste beziehungsweise überhöhte Geschwindigkeit.

Ein Beispiel mit Signalwirkung

Ein Meilenstein des Aktionsmonats war der 11. Oberpfalzweite Kontrolltag am 18. Juni 2026. An stationären und mobilen Kontrollstellen wurden insbesondere Geschwindigkeitsüberschreitungen, technische Fahrzeugzustände, Abstände und Fahrtüchtigkeit geprüft. Die Maßnahme profitierte von einer intensiven behördenübergreifenden Zusammenarbeit, die den Erfolg der Kontrollen weiter steigerte. Zusätzlich fanden zahlreiche Präventionsveranstaltungen in der gesamten Oberpfalz statt, bei denen das Bewusstsein für die Gefahren auf Landstraße in aufklärenden Gesprächen geschärft wurde.

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Gleichzeitig honorierte die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg mit sieben sogenannten „Verkehrslob“-Aktionen regelkonformes Verhalten im Straßenverkehr. Hierbei wurden an vorbildliche Verkehrsteilnehmer kleine Packungen Gummibärchen und ein schriftliches Verkehrslob verteilt.

Ein besonders gravierender Verkehrsverstoß wurde auf der B85 bei Pittersberg festgestellt: Ein Pkw mit Anhänger war statt der erlaubten 60 km/h mit 103 km/h unterwegs, 43 km/h zu schnell. Als eindringliches Warnsignal macht dieser beispielhafte eklatante Geschwindigkeitsverstoß nicht nur die Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer greifbar, sondern unterstreicht zugleich die Notwendigkeit konsequenter Geschwindigkeitsüberwachung und verkehrspräventiver Aufklärung.

„Die Ergebnisse des Aktionsmonats zeigen, dass gezielte Kontrollen und intensive Präventionsarbeit unverzichtbare Bausteine für mehr Verkehrssicherheit sind. Jeder, der aufmerksam fährt, die Geschwindigkeit anpasst und Rücksicht nimmt, trägt dazu bei, schwere Unfälle zu verhindern und Menschenleben zu schützen“, betont Polizeipräsident Robert Fuchs.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.