Anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni warnt das Polizeipräsidium Oberpfalz eindringlich vor den schweren gesundheitlichen Risiken durch den Konsum illegaler Drogen. Im Jahr 2025 wurden in Bayern 246 Rauschgifttodesfälle verzeichnet, darunter 27 im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz.
Vielfältige Ursachen für Todesfälle
Die genaue Analyse der Todesfälle zeigt, dass oft nicht nur eine einzelne Substanz verantwortlich ist. Vielmehr führt die gefährliche Kombination aus verschiedenen Betäubungsmitteln, missbrauchten Medikamenten und Alkohol zum Tod. Besonders häufig waren Intoxikationen durch Heroin. Dazu stellen auch hochpotente Opioide und synthetische Substanzen, die vermehrt über Vapes und E‑Zigaretten konsumiert werden, eine erhebliche Bedrohung dar. Bereits kleinste Mengen können lebensgefährlich sein. Die im Jahr 2025 in der Oberpfalz Verstorbenen waren zwischen 19 und 55 Jahre alt, mit einem Durchschnittsalter von 40 Jahren.
Prävention und Aufklärung
Um diesem Risiko zu begegnen, verfolgt das Polizeipräsidium Oberpfalz einen umfassenden Ansatz, der sowohl die konsequente Strafverfolgung von Drogendelikten als auch intensive Präventionsarbeit umfasst. Präventionsbeamte der Polizei informieren regelmäßig in Schulen, Jugendeinrichtungen und bei öffentlichen Veranstaltungen über die Gefahren des Drogenkonsums und stärken junge Menschen darin, frühzeitig Risiken zu erkennen und verantwortungsvoll zu handeln.
Appell zum Weltdrogentag
Am 26. Juni erinnert der Weltdrogentag der Vereinten Nationen jährlich an die globalen Auswirkungen von Drogenmissbrauch. Das Polizeipräsidium Oberpfalz appelliert an Eltern, Angehörige und das soziale Umfeld, Warnzeichen ernst zu nehmen und rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zahlreiche Beratungsstellen und Hilfsangebote stehen Betroffenen und ihren Familien zur Verfügung. Eine Auswahl an Anlaufstellen haben wir Ihnen hier zusammengestellt:
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
- Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)
- Deutscher Caritasverband e.V.
- Bundesverband der Elternkreise suchtgefährdeter und suchtkranker Söhne und Töchter e.V. (BVEK)

