Die WM-Reise Österreichs ist nach einer 0:3-Niederlage gegen Spanien im Sechzehntelfinale beendet. Auch wenn die Enttäuschung über das Ausscheiden bei den österreichischen Fans und Spielern gleichermaßen groß sein dürfte, können alle Beteiligten erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. Schließlich vertraten sie ihr Land erstmals seit 1998 wieder bei einer Weltmeisterschaft.
Für den österreichischen Stürmer Michael Gregoritsch bedeutet dies die Rückkehr an einen Ort, der sich wie seine zweite Heimat anfühlt: den FC Augsburg. Nachdem er zunächst auf Leihbasis zurückgekehrt war, um der Mannschaft nach einer schwachen Hinrunde 2025/26 wieder in die Spur zu helfen, hat der Verein nun den Schritt gewagt, ihn fest zu verpflichten.
So schlug sich Gregoritsch bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 – und so fand er den Weg zurück zu seinem Herzensverein.
Feste Rückkehr als Augsburger Sturmspitze
Viele Fans hätten wohl kaum geglaubt, Gregoritsch jemals wieder im Trikot des FC Augsburg zu sehen. Nach einem starken Karrierestart bei den Fuggerstädtern führten Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Cheftrainer Martin Schmidt zu einer Suspendierung und schließlich zu einer Leihe zum FC Schalke 04. Nach Schmidts Entlassung kehrte er zwar zunächst zurück, entschied sich jedoch nach Ablauf seines Vertrags im Jahr 2022 für einen Tapetenwechsel.
Gregoritsch verbrachte in der Folge erfolgreiche Zeiten beim SC Freiburg sowie in Dänemark bei Brøndby IF. Im Januar 2026 klopfte dann jedoch erneut der FC Augsburg an.
Manuel Baum, jener Trainer, der Gregoritsch einst erstmals nach Augsburg geholt hatte, stand wieder an der Seitenlinie. Seine Mannschaft steckte tief im Abstiegskampf der Bundesliga und benötigte dringend einen erfahrenen Mittelstürmer. Da beide ein hervorragendes Verhältnis zueinander pflegen und der Österreicher perfekt in Baums taktisches Konzept passt, stimmte Gregoritsch dem Leihgeschäft zu.
Seine Rückkehr funktionierte genau nach Plan. Gregoritsch erzielte in der Rückrunde sechs Treffer und trug maßgeblich dazu bei, das Team wieder auf Kurs zu bringen. Als sich die Leihe dem Ende zuneigte, machte er keinen Hehl daraus, dauerhaft beim Verein bleiben zu wollen. Es dauerte nicht lange, bis der FC Augsburg diesem Wunsch nachkam.
In der Bundesliga-Saison 2026/27 wird Gregoritsch somit erneut die Augsburger Offensive anführen. Die Fans dürften überglücklich sein, dass er wieder einer von ihnen ist. Für alle, die auf das Abschneiden der Mannschaft mit ihrem alten und neuen Stürmer wetten möchten, steht zudem ein Betano promo code zur Verfügung.
Es wird jedoch noch einige Wochen dauern, bis Gregoritsch wieder zum Team stoßen kann. Für alle WM-Rückkehrer gilt eine obligatorische Ruhepause von 21 Tagen, und der Stürmer hat nach seinen Einsätzen für Österreich einen kräftezehrenden Sommer hinter sich.
Verhaltene Auftritte beim WM-Debüt
Auch wenn die diesjährige Endrunde sein WM-Debüt markierte, war Gregoritsch bei anderen großen Turnieren bereits ein Schlüsselspieler für Österreich. Bei der EM 2020 verhalf er der ÖFB-Elf zu ihrem allerersten Sieg bei einer Europameisterschaft, als er beim 3:1-Erfolg über Nordmazedonien die erneute Führung erzielte.
Auch bei der 1:2-Niederlage Österreichs gegen die Türkei im Achtelfinale der EM 2024 trug er sich in die Torschützenliste ein. Da er im Nationaltrikot nur selten über die vollen 90 Minuten auf dem Platz steht, ergibt sich für ihn eine herausragende Effizienz von einem Treffer alle 116 Turnierminuten.
Leider konnte Gregoritsch bei der Weltmeisterschaft nicht ganz an diese Form anknüpfen. Er kam in diesem Sommer in jedem Spiel zum Einsatz, stand zweimal in der Startelf und absolvierte insgesamt 249 Einsatzminuten. Ein eigener Treffer blieb ihm dabei verwehrt, wenngleich er beim chaotischen 3:3-Unentschieden gegen Algerien eine Vorlage beisteuern konnte.
Auf dem Weg zur EM 2028 dürfte er mit Sicherheit weiterhin eine feste Größe in den Planungen der Österreicher bleiben. Zudem hat er durchaus gute Außenseiterchancen, auch bei der nächsten WM dabei zu sein, sollte sich das Team qualifizieren. Gregoritsch wäre 2030 zwar bereits 36 Jahre alt, aber auch sein Nationalmannschaftskollege Marko Arnautović lief in diesem Jahr noch im Alter von 37 Jahren auf.
Bis dahin gibt es für Gregoritsch jedoch erst einmal genug zu tun – nun, da er wieder zurück in Augsburg ist.

