Brandstiftung und NS-Graffiti an KZ-Gedenkstätte Hersbruck: Staatsschutz ermittelt

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Am Montagmorgen, dem 15. Juni 2026, wurden an der KZ-Gedenkstätte in Hersbruck im Landkreis Nürnberger Land Rußspuren und Graffiti mit NS-Bezug entdeckt. Eine versuchte Brandstiftung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Verdächtige Spuren an der Gedenkstätte

Ein Mitarbeiter der Stadt Hersbruck fand an der Außenseite der Gedenkstätte in der Amberger Straße Rußspuren. Zudem entdeckte er Gegenstände, mit denen offenbar versucht wurde, ein Feuer zu entzünden. Diese Spuren wurden über das vergangene Wochenende, vom 12. bis 15. Juni 2026, hinterlassen. Am Tatort wurde auch eine rote Heliumflasche sichergestellt. 

Graffiti mit NS-Symbolen im Umfeld entdeckt

Die Polizeiinspektion Hersbruck fand im näheren Umfeld zwei Graffiti: Eine SS-Rune am Eingang einer Therme und ein Hakenkreuz auf der Erlenstraße. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 800 Euro geschätzt.

Ermittlungen und Zeugenaufruf

Das Staatsschutzkommissariat der Schwabacher Kriminalpolizei untersucht den Verdacht der versuchten vorsätzlichen Brandstiftung und das Verwenden von Symbolen verfassungswidriger Organisationen. Ein möglicher Zusammenhang zwischen den Taten wird geprüft. Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Aktivitäten bemerkt haben oder Informationen zu Personen mit einer roten Heliumflasche bieten können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 zu melden.

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Erstellt durch: Oliver Trebing

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.