Brechtfestival beginnt am Freitag – Augsburg feiert Brecht mit neuem Konzept

Am 27. Februar startet in Augsburg das Brechtfestival 2026. Unter dem Motto „ALLE“ widmet sich die Stadt erneut ihrem berühmten Sohn Bertolt Brecht – und stellt dabei die Fragen nach Teilhabe, Offenheit und gesellschaftlicher Relevanz in den Mittelpunkt.

Die neuen künstlerischen Leiter Sahar Rahimi und Mark Schröppel setzen auf ein Programm, das künstlerische Vielfalt mit politischem Diskurs verbindet. Ziel ist ein Festival, das Begegnung ermöglicht und möglichst vielen Menschen Zugang verschafft.

Große Inszenierungen und internationale Gastspiele

Wichtiger Partner bleibt das Staatstheater Augsburg. Zum Auftakt feiert eine Neuinszenierung der „Dreigroschenoper“ Premiere. Zudem steht Heiner Müllers „Hamletmaschine“ auf dem Spielplan.

Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Gastspiele und Performances – darunter inklusives Theater, dokumentarische Formate sowie Arbeiten aus Berlin, Hamburg und Paris. Produktionen wie „Unser Deutschlandmärchen“ vom Maxim Gorki Theater greifen aktuelle Themen wie Migration, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf.

Festivalzentrum als Ort der Begegnung

Herzstück des Festivals ist das neue Zentrum in der Karo 10 am Rathausplatz. Dort entsteht ein offener Treffpunkt mit inklusivem Festival-Café, Diskussionsformaten und kostenfreien Veranstaltungen. Barrierefreiheit spielt 2026 eine zentrale Rolle – mit Angeboten in Leichter Sprache, Audiodeskriptionen, Gebärdensprachdolmetschung und speziellen Zugängen für Menschen mit Einschränkungen.

Diskurs, Jugend und Brechtnacht

Lesungen, Gespräche und Podien vertiefen zentrale Fragen zu Demokratie, Solidarität und Gerechtigkeit. Auch Kinder und Jugendliche sind mit eigenen Projekten beteiligt – etwa bei einem Hip-Hop-Konzert rund ums Grundgesetz.

Einer der Höhepunkte wird erneut die Brechtnacht mit Konzerten auf mehreren Bühnen im Textilviertel und in der Karo 10. Zwischen Indie, Hip-Hop, Jazz und Spoken Word entsteht ein musikalisches Forum für gesellschaftliche Themen.

Mit dem Brechtfestival 2026 will Augsburg nicht nur erinnern, sondern Debatten anstoßen – und zeigen, wie lebendig und aktuell Brechts Denken bis heute ist.

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