Bundespolizei sucht weitere Zeugin nach sexueller Belästigung am Münchner Hauptbahnhof

Alfred Ingerl
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Im April ereigneten sich am Münchener Hauptbahnhof mehrere Fälle sexueller Belästigung. Die Bundespolizei konnte den mutmaßlichen Täter dank Videoaufnahmen identifizieren und sucht nun nach einer weiteren Geschädigten.

Übergriff am Hauptbahnhof München

Am Donnerstag, den 16. April, gegen 12 Uhr, kam es im Zwischengeschoss des Münchener Hauptbahnhofs zu einem Vorfall, bei dem ein bislang unbekannter Mann eine 19-jährige Frau sexuell belästigte. Er näherte sich ihr von hinten, als sie die Treppen hinunterlief, und kniff ihr ins Gesäß. Die junge Frau stellte den Mann zur Rede, wurde jedoch ignoriert und erstattete kurz darauf Anzeige. Die Bundespolizei sicherte Videoaufnahmen und konnte so den Tatverdächtigen identifizieren.

Weitere Vorfälle entdeckt

Bei der Untersuchung der Videoaufnahmen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Täter um einen 30-jährigen syrischen Staatsbürger handelt, der im Landkreis Ebersberg wohnt und bereits von der Polizei kontrolliert wurde. Die Ermittlungen ergaben außerdem, dass mindestens zwei weitere Frauen ähnlich belästigt wurden. Eine von ihnen stellte bereits Anzeige, während die andere Geschädigte noch unbekannt ist.

Aufruf an die Öffentlichkeit

Die Polizei sucht nach einer Frau, die zur Tatzeit zwischen 20 und 30 Jahre alt und 175-180 cm groß war. Sie hatte hellbraune oder dunkelblonde, lange Haare und trug eine hellblaue Jeans, ein weißes Oberteil und eine Jacke in beige oder hellbraun mit schwarzen Akzenten. Ergänzt wurde ihr Outfit durch schwarze Lederschuhe, eine silberne Halskette, einen silbernen Laptop und eine schwarze Handtasche. Wer diese Frau kennt oder Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizei unter der Telefonnummer 089/515550-0 zu melden.

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Die Bundespolizei unterstreicht, dass bei solchen Vorfällen gute Chancen zur Aufklärung bestehen, besonders wenn sie zeitnah gemeldet werden. Untersuchungen wegen sexueller Belästigung dauern an.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.