Bundestagsvize-Kandidat Otten hat Claudia Roth nicht gewählt

Der Kandidat der AfD für den Posten des Bundestagsvizepräsidenten, Gerold Otten, hat selbst nicht alle Kandidaten der anderen Parteien gewählt. „Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass ich Claudia Roth nicht gewählt habe“, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online. „Aufgrund ihrer Art, aufgrund ihrer Angriffe auf uns, aufgrund ihrer Haltung zu Deutschland, wegen der Demonstrationen, an denen Sie teilgenommen hat. Das ist bei uns nicht vermittelbar. Da kam es überhaupt nicht infrage, die Frau zu wählen.“ Üblicherweise stellt jede Fraktion einen Bundestagsvizepräsidenten, so sieht es die Geschäftsordnung des Bundestags vor.

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Die Kandidaten müssen aber gewählt werden und die Abgeordneten sind frei in ihrer Wahl.

Otten ist der dritte Kandidat der AfD für den Posten des Bundestagsvizepräsidenten. Zuvor hatten Albrecht Glaser und Mariana Harder-Kühnel in drei Wahlgängen jeweils nicht die erforderliche Mehrheit im Bundestag bekommen. Auch Otten hatte im ersten Wahlgang keine Mehrheit erhalten. Die Aussage des AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland, die AfD werde die anderen Parteien im Bundestag jagen, verteidigte Otten: „Opposition zu sein heißt auch, die Regierung zu stellen, zu kritisieren, andere Vorschläge zu machen. Ich finde an dem Begriff `jagen` nichts falsch.“

Er wundere sich darüber, womit andere ein Problem haben. Zu seiner Kandidatur sagte Otten, Wahlen könne man verlieren: „Das weiß man, wenn man antritt. Das ist Demokratie.“