Der Albtraum hat einen Namen – FC Augsburg verliert erneut gegen Holstein Kiel

Nach der Klatsche im Dezember hatte der FC Augsburg gegen Holstein Kiel noch eine Rechnung offen. Statt im Heimspiel Revanche zu nehmen, ging der Albtraum gegen den Abstiegskandidaten aber weiter. Der FCA verlor das Rückspiel mit 1:3.

Auch wenn es für die großen Ziele in dieser Saison wohl nicht mehr reichen wird, wollte der FC Augsburg nochmals alles in die Waagschale werfen. Bei Holstein Kiel hatte man im Dezember 1:5 verloren, statt der angepeilten Revanche ging der Albtraum weiter. Trotz aller Bemühungen des FC Augsburg blieben die erhofften Punkte aus, was auch an der DFB Fehlentscheidung im Spiel lag, die den Gästen einen klaren Elfmeter vorenthalten hatte. Diese Situation führte zu großer Verärgerung bei den Spielern und Fans, die sich eine faire Chance auf eine Wende erhofft hatten. So blieb die Revanche gegen Holstein Kiel einmal mehr aus, und die Saison droht endgültig in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Holstein Kiel zählt nicht zu den Lieblingsgegnern des FC Augsburg, was sich in den letzten Begegnungen deutlich zeigt. Trotz der hohen Erwartungen und des Bestrebens, die Negativserie zu beenden, konnten die Augsburger erneut nicht überzeugen und enttäuschten damit ihre Anhänger. Es wird immer schwieriger, den Spielern das Vertrauen in ihre Fähigkeiten zurückzugeben, während die Lieblingsgegner des FC Augsburg weiterhin als unangenehme Herausforderung bestehen bleiben.

Engagement ohne Effizienz

Die Schwaben gingen die Partie gegen das Team aus dem Tabellenkeller zwar entsprechend engagiert an, verpassten es aber trotz einer Reihe von guten Gelegenheiten in Führung zu gehen. Dies sollte sich rächen. Nach einem Augsburger Einwurf konnte sich Jakic tief in der gegnerischen Hälfte nicht behaupten, die Störche setzten zum Konter an. Nachdem Bernhardsson von Matsima im Strafraum von den Beinen geholt wurde, entschied Schiedsrichter Osmers unter lautstarken Protesten der FCAler auf Elfmeter. Machino verwandelte mit dem zweiten Torschuss zur Gästeführung (25.). Als wäre dies nicht schon bitter genug, wurde es noch unglaublicher. Kurz vor der Pause wurde der Sonntagskaffee für alle Augsburg-Fans noch ungenießbarer.

Mangelndes Zweikampfverhalten

Wolf verlor einen Offensivzweikampf und Holstein schickte erneut seinen schnellen Angreifer Bernhardsson auf die Reise. Der von Zesiger geblockte Abschluss landete auf dem Kopf des Schweden, der den Ball zum 0:2 in die Maschen beförderte (40.). Was für ein unnötiger Pausenrückstand! Während der FC Augsburg immer wieder am überragenden Dähne scheiterte, nützten die Norddeutschen ihre Chancen geschickt aus.

Albtraum Holstein

Besser sollte es nach dem Seitenwechsel nicht werden. Es waren noch nicht einmal sechs Minuten gespielt, da ging die Horrorgeschichte schon in die Verlängerung. Nach einem Dahmen-Abschlag verlor der FCA zwei Kopfballduelle, der gute Skrzybski schickte Bernhardsson der die Situation zu seinem zweiten Streich nützen konnte (51.). Von Beginn an hatten die Hausherren mehr vom Spiel, kaufen kann man sich davon nichts. Augsburg hatte noch die ein oder andere Gelegenheit, wie durch einen Mounie-Kopfball in der 74. Spielminute, scheiterte aber an der eigenen Genauigkeit oder am überragenden Kieler Schlussmann Dähne.

Dass der KSV Holstein in Augsburg ein Endspiel um die Erstklassigkeit spielte, war im Voraus klar, dass die Störche durchaus für den ein oder anderen Treffer gut sind auch. Die Fans des FCA hatten vor der Partie noch einen sanften von Europa und erwachten in einem Albtraum namens Holstein Kiel. Auch das erste Bundesligator des eingewechselten Steve Monie (90.) sollte daran nichts ändern. Die Schwaben verloren auch das zweite Saisonspiel gegen das Team von der Ostsee.

FC Augsburg: Dahmen – Matsima, Gouweleeuw, Zesiger (53. Tietz)- Wolf (53 Koudossou), Jakic, Onyeka (79. Rexhbecaj), Giannoulis, Kömür (63. Kömür), Claude-Maurice – Essende (63. Mounie)

KSV Holstein Kiel: Dähne –  Becker, Zec, Johansson – Rosenboom, Gigovic (74. Schulz), Remberg, Tolkin, Skrzybski (74. Arp)– Bernhardsson (56. Knudsen), Machino (36. Harres)

Tore: 0:1 Machino (25. /Foulelfmeter), 0:2 Bernhardsson (40.), 0:3 Bernhardsson (51.), 1:3 Mounie (90.)

Gelbe Karten: keine | Arp, Remberg

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Zuschauer: 28.660

 

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Dominik Mesch
Dominik Mesch
Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.

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