FDP-Chef Christian Dürr und der gesamte Vorstand der Partei sind als Reaktion auf die jüngsten Wahlergebnisse zurückgetreten. Auf dem Bundesparteitag im Mai wollen sie bei Neuwahlen jedoch erneut antreten. „Ich denke nicht daran, aufzugeben“, sagte Dürr bei einer Pressekonferenz am Montag.
Er habe dem Bundesvorstand der FDP angeboten, die Vertrauensfrage zu stellen. „Das war vom Bundesvorstand der FDP ausdrücklich nicht gewünscht. Auf meinen Vorschlag hin hat deshalb die gesamte FPD-Führung, der gesamte Bundesvorstand Verantwortung übernommen“, sagte er.
Dürr erklärte, er sei angetreten, die Partei zu erneuern. „Diesen Kurs werde ich in Verbindung mit meiner Person auch auf dem Bundesparteitag zur Wahl stellen“, so Dürr. Die bisherige FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner ergänzte, mit einer Neuwahl ermögliche man eine Richtungsentscheidung über die Zukunft der Partei.
Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am Sonntag hatte die FDP 3,4 Prozentpunkte verloren. Mit lediglich 2,1 Prozent der Stimmen wird die Partei weder im Landtag noch in der Landesregierung vertreten sein.
Anfang März hatte die FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im Vergleich zu 2021 6,1 Prozentpunkte verloren und mit 4,4 Prozent ebenfalls die Fünf-Prozent-Hürde verpasst. Damit ist die Partei nur noch in sechs Landtagen vertreten.
Dürr war am 16. Mai 2025 zum FDP-Vorsitzenden gewählt worden, nachdem die FDP bei der Bundestagswahl 2025 den Einzug in den Bundestag verpasst hatte und Christian Lindner seinen Rücktritt von dem Amt erklärt hatte. In der vorherigen Wahlperiode war Dürr Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.


