In den vergangenen Wochen haben betrügerische Callcenter vermehrt ihr Unwesen getrieben und dabei oft erfolgreich Beute gemacht. Betroffene erlitten teils hohe finanzielle Verluste, da Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände entwendet wurden. Seit Jahresbeginn registrierte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West über 570 solcher Betrugsfälle, wobei 16 Fälle Vermögensschäden von über einer Million Euro verursachten.
Betrügerische Maschen nehmen zu
Die Kriminalpolizeiinspektionen sind in allen bekannten Fällen aktiv und raten zu erhöhter Wachsamkeit am Telefon. Beliebte Maschen der Betrüger umfassen etwa den “Schockanruf” und das Auftreten als vermeintliche “falsche Polizeibeamte”.
Der “Schockanruf” als gängige Betrugsmasche
Beim “Schockanruf” geben sich Betrüger zunächst als verzweifelte Angehörige aus. Dramatische Erzählungen von schweren Verkehrsunfällen, in die angebliche Familienmitglieder verwickelt seien, sind Teil der Masche. Ein vermeintlicher Polizist oder Staatsanwalt übernimmt das Gespräch und fordert zur Verhinderung von Haftfolgen für den Angehörigen eine sofortige Kaution.
Vorsicht vor falschen Polizeibeamten
Eine weitere gängige Betrugsvariante besteht darin, dass sich Täter als falsche Polizeibeamte ausgeben. Sie behaupten, Einbrecher in der Nachbarschaft festgenommen zu haben, und verlangen vom Opfer die Übergabe von Wertsachen zur angeblichen Sicherstellung.
Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West warnt eindringlich vor solchen Betrugsmaschen. Die Polizei gibt folgende Sicherheitstipps:
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angebliche Amtsträger.
- Die Polizei fordert keine Überweisungen oder Bargeld.
- Rufen Sie niemals über die im Display angezeigte Nummer zurück.
- Verabreden Sie keine Übergaben an Unbekannte.
- Seien Sie misstrauisch und wählen Sie im Zweifel die 110.
- Klären Sie Angehörige und Nachbarn und prüfen Sie Schutzmaßnahmen.
- Passen Sie Ihren Telefonbucheintrag an.
- Melden Sie verdächtige Anrufe der Polizei.
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