Am zweiten Spieltag der noch jungen Bundesligasaison geschah Historisches: Mit einem 4:1 in Frankfurt holte sich der FC Augsburg den zweiten Saisonsieg und damit erstmals in der Vereinsgeschichte die Tabellenführung im Oberhaus. Das hatten die Beteiligten dazu nach der Partie zu sagen.
Arijon Ibrahimović: „Es war ein tolles Gefühl, nach dem Spiel vor den Fans zu stehen und den Sieg zu feiern. Besser geht es nicht. Es war eine super Leistung der ganzen Mannschaft, auch wenn die erste Hälfte noch nicht so gut war. Wir haben immer an uns geglaubt, ich bin stolz und glücklich. Man hat gesehen, dass wir eine Einheit sind. Das habe ich in den wenigen Tagen seit meiner Ankunft in Augsburg schon gemerkt.”
Robin Fellhauer: „Es macht sehr viel Spaß, den zweiten Sieg in Folge mit den Fans in der Kurve zu feiern. Mit der ersten Halbzeit können wir allerdings nicht zufrieden sein. Da hatten wir auch etwas Glück. Dafür haben wir eine Wahnsinnsreaktion gezeigt und uns am Ende dafür belohnt – das macht es natürlich umso schöner. Wir haben unsere Chancen gut herausgespielt und die Tore gemacht. Unsere Effizienz hat sich heute ausgezahlt. Es schmeckt natürlich gut, Tabellenführer zu sein. Auch wenn das nach zwei Spieltagen noch keine große Aussagekraft hat, ist es eine schöne Momentaufnahme, die wir gerne mitnehmen.“
Finn Dahmen: „Die erste Halbzeit war von uns wirklich sehr schlecht. Umso wichtiger war es zu sehen, mit welchem Selbstverständnis wir aus der Kabine gekommen sind. Deshalb haben wir am Ende auch verdient gewonnen. Die Tabellenführung ist natürlich ein schöner Moment. Für den Großteil unserer Mannschaft ist das, glaube ich, das erste Mal – insofern ist es etwas Besonderes. Gleichzeitig können wir das natürlich realistisch einordnen: Es ist erst der zweite Spieltag, und wir wissen, dass das nicht automatisch so bleiben wird. Der Start zeigt aber, dass wir in der Vorbereitung gut gearbeitet haben. Diesen Flow wollen wir so lange wie möglich mitnehmen.“
Marius Wolf: „Wir hatten eine schwache erste Halbzeit und haben Frankfurt zu viele Räume gegeben. In der Halbzeit haben wir dann gut umgestellt und waren deutlich griffiger. Das hat sich direkt nach der Pause mit zwei schnellen Toren ausgezahlt. Das hat uns schon in Cottbus und gegen Schalke ausgezeichnet – wie wir aus der Halbzeit gekommen sind. Wir haben erst zwei Spiele gespielt und sind gut beraten, von Spiel zu Spiel zu schauen. Wir wollen für jeden Gegner eklig sein.“
Fabian Rieder: „Die erste Halbzeit war nicht gut von uns. Wir haben es Frankfurt zu einfach gemacht und wussten, dass wir in der zweiten Halbzeit einiges verändern müssen. Wir sind dann richtig gut reingekommen, haben direkt zwei Tore gemacht und hinten nichts mehr zugelassen. Wir haben so viel Qualität in der Mannschaft, das Entscheidende ist aber, dass wir die Zweikämpfe gewinnen und von Beginn an da sind. Jetzt ist es ein unglaubliches Gefühl mit zwei Siegen in die Liga gestartet zu sein – am Ende war es auch heute verdient.“
Unglaublich! Der FC Augsburg ist nach Sieg in Frankfurt Tabellenführer
Mario Götze (Eintracht Frankfurt): Am Ende haben wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, in der wir das Spiel mit den nächsten zwei, drei Chancen killen müssen. Dann kommen wir ganz schlecht aus der Halbzeitpause, kriegen die zwei, haben den Faden verloren und nicht mehr die Energie aufgebracht, zurückzukommen. Das hat nicht ausgereicht. Nichtsdestotrotz sind wir auf einem guten Weg, müssen es aber schaffen, die 70 Minuten in Berlin und die erste Halbzeit gegen Augsburg über 90 Minuten zu konservieren. Dieser Spielverlauf darf und wird uns nicht mehr passieren. Wir müssen jeden Tag an unser Limit gehen.
Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt): Du kommst aus der Halbzeit und auf einmal steht es 1:2 und du weißt gar nicht so wirklich, was passiert ist. Die ersten beiden Gegentore haben echt wehgetan. Sehr bitter. Dann noch das 1:3 und 1:4 zu kassieren, muss einfach nicht sein. Da müssen wir erstmal beim 1:2 bleiben und versuchen, in der letzten Viertelstunde oder so auf den Ausgleich zu gehen. Augsburg war in der zweiten Hälfte deutlich reifer. Das kann schon mal passieren, wir befinden uns als junge Mannschaft in einem Prozess. Der Umbruch war groß. Trotzdem sollte es nicht passieren, dass wir zu Hause 1:4 verlieren.
Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): „Das ist das Schöne am Fußball. Nach der ersten Hälfte hätte niemand mit diesem Endergebnis gerechnet. Wir können uns bei Finn bedanken, dass wir nur 0:1 zur Pause zurücklagen. Wir waren da zu mutlos und Frankfurt hatte einige Chancen. Aber die Truppe glaubt an sich und das hat man nach der Pause gesehen. Natürlich war auch Glück dabei mit den beiden schnellen Toren. Das Entscheidende war, dass wir nach der Pause den Glauben hatten und starke Einwechselspieler. Das zeichnet unsere Mannschaft aus.”
Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): „In der ersten Halbzeit haben wir genau den Fußball gespielt, wie ich ihn mir vorstelle. Aber ein Spiel dauert 90 Minuten und nicht nur 45. Aus praktisch keiner Torchance bekommen wir zwei Gegentore, danach haben wir nicht mehr zurückgefunden. Augsburg hat tief verteidigt, schnell umgeschaltet und das richtig gut gemacht. Wir hatten in der zweiten Halbzeit keine Lösungen mehr, hatten zu wenige Abschlüsse und waren nicht sauber genug in unserem Spiel. Außerdem waren wir bei den Kontern anfällig. Die zweite Halbzeit war deshalb sehr enttäuschend.“
Quelle: fcaugsburg.de / eintracht.de

