Festnahme von zwei Tatverdächtigen wegen versuchten Tötungsdelikts in Unterhaching: Ermittlungen wegen homophober Motivation eingeleitet‍

Alfred Ingerl
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In der Nacht von Sonntag, dem 07.06.2026, auf Montag, dem 08.06.2026, kam es in einem Hotel in Unterhaching zu einem gewalttätigen Übergriff. Ein Paar, bestehend aus einem 21-jährigen Bulgaren mit Wohnsitz in Bulgarien und einem 23-jährigen Bulgaren mit Wohnsitz in München, übernachtete dort. Gegen 04:45 Uhr drangen zwei Angehörige des 23-Jährigen, eine 51-Jährige und ein 23-Jähriger mit bulgarischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München, in das Hotelzimmer ein. Mutmaßlich aus homophoben Gründen attackierten sie den 21-Jährigen mit einer Schere und einer Bratpfanne.

Ermittlungen wegen homophober Tatmotivation

Der verletzte 21-Jährige wurde anschließend im Krankenhaus stationär behandelt. Die Tatverdächtigen wurden zunächst an ihren Wohnsitzen festgenommen, jedoch nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen, die Anzeichen auf eine homophobe Motivation der Tat liefern, werden nun von der Generalstaatsanwaltschaft München geführt. Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) übernahm daraufhin die Untersuchung, die von polizeilicher Seite durch das Kommissariat 11 geleitet wird.

Haftbefehle gegen die Tatverdächtigen erlassen

Am Freitag, dem 19.06.2026, erwirkte die Generalstaatsanwaltschaft München beim Amtsgericht Haftbefehle wegen eines versuchten Tötungsdelikts gegen die beiden Tatverdächtigen. Die Festnahmen der Beschuldigten verliefen widerstandslos. Die Tatverdächtigen wurden dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der die Haftbefehle in Vollzug setzte, sodass sie sich nun in bayerischen Justizvollzugsanstalten befinden.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.