Gäubodenvolksfest 2026: Polizei zieht positive Bilanz trotz Anstiegen

Alfred Ingerl
4 Minuten Lesezeit

Gäubodenvolksfest 2026: Polizei zieht positive Bilanz

Die Polizeiinspektion Straubing zieht nach dem Ende des Gäubodenvolksfests 2026 eine durchweg positive Bilanz: Trotz hoher Besucherzahlen kam es weder zu außergewöhnlichen Verkehrsbehinderungen noch zu einer nennenswerten Zunahme schwerwiegender Straftaten auf dem Festgelände und im näheren Umfeld. Die sichtbare Polizeipräsenz, unterstützt durch Videoüberwachung und zahlreiche Einsatzkräfte, habe sich erneut bewährt, heißt es in der Mitteilung.

Bilanz zu Körper- und Sexualdelikten, Diebstahl und Gewalt

Die Zahl der Körperverletzungsdelikte am Festplatz und im direkten Umfeld blieb im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend konstant. Nach 16 Fällen vor zwei Jahren und 17 im Jahr 2025 wurden 2026 insgesamt 19 Körperverletzungen registriert; darunter mussten vier Fälle als gefährliche Körperverletzung polizeilich aufgenommen werden. In der Straubinger Innenstadt sank die Zahl der Körperverletzungen von 21 im Jahr 2025 auf acht im Jahr 2026, darunter eine gefährliche Körperverletzung.

Am Festgelände konnten Beamte in 32 Fällen Streitigkeiten unterbinden, bevor es zu strafbaren Handlungen kam; in der Innenstadt waren es 13 vergleichbare Einsätze. Die Videoüberwachung habe dabei geholfen, Brennpunkte schnell zu erkennen und Einsatzkräfte gezielt zu führen.

Bei den Sexualdelikten wurden am Festplatz beziehungsweise in dessen Umfeld fünf Fälle von sexueller Belästigung angezeigt; im Vorjahr waren es drei Fälle. In der Innenstadt wurden keine Fälle von sexueller Belästigung registriert.

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Die Zahl der Diebstahlsdelikte am Festgelände und im Umfeld blieb auf dem positiven Niveau des Vorjahres: 20 Fälle wurden zur Anzeige gebracht (2025: 19). Auffällig waren sechs Diebstähle aus Kraftfahrzeugen; im Vorjahr hatten sich solche Fälle dort nicht ereignet. In der Innenstadt blieben Diebstähle mit sechs Fällen auf niedrigem Niveau. Raubdelikte wurden in diesem Jahr nicht festgestellt (2025: zwei).

Weitere Einsätze: Verkehr, Gewahrsam und Unterstützungskräfte

Das Phänomen „Gewalt gegen Polizeibeamte“ blieb mit insgesamt sechs Fällen auf einem niedrigen Niveau; am Festplatz und im Umgriff gab es drei Fälle, darunter zwei Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte und einen tätlichen Angriff sowie drei Beleidigungen. Keiner der beteiligten Beamten wurde schwerer verletzt. In der Innenstadt wurden drei Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte verzeichnet; im Vorjahr waren dort keine Vorfälle registriert worden.

Insgesamt nahmen die Einsatzkräfte elf Personen in Gewahrsam; 63 Platzverweise wurden ausgesprochen. Vor Beginn des Volksfestes wurde gegen sechs Personen in Absprache mit der Stadt Straubing ein Betretungsverbot erlassen.

Im Straßenverkehr stieg die Zahl der Fahrten unter Alkoholeinfluss von 31 auf 40 Delikte. Drei Kraftfahrzeugführer standen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln (2025: fünf). Es gab vier alkoholbedingte Verkehrsunfälle, überwiegend mit betrunkenen Radfahrern. Präventiv konnten die Einsatzkräfte 32 Trunkenheitsfahrten vor Fahrtantritt unterbinden und damit Fahrer vor möglichen Führerscheinentzug, Fahrverboten oder Bußgeldern bewahren.

Weitere Fälle betrafen Sachbeschädigungen: Am Festplatz und im Umfeld wurden bislang sieben Sachbeschädigungen angezeigt, in der Innenstadt fünf.

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Unterstützt wurde die Polizeiinspektion Straubing von einer Vielzahl an Kräften, unter anderem durch die Bayerische Bereitschaftspolizei, die Reiterstaffel, Zentrale Einsatzdienste aus Niederbayern und der Oberpfalz sowie Beamte der Verkehrspolizeiinspektionen Deggendorf, Passau und Landshut. Erneut kamen Polizeidrohnen zur Luftaufklärung zum Einsatz, unter anderem beim Festauszug und erstmals auch bei der Lampionfahrt.

Die Polizei meldet weiterhin 118 Fund- und Verlustanzeigen; nicht abgeholte Gegenstände werden dem Fundamt der Stadt Straubing übergeben.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.