Große Razzia gegen mutmaßliches Geldwäschenetzwerk

Alfred Ingerl
4 Minuten Lesezeit

450 Ermittler haben am Mittwoch rund 40 Wohn- und Geschäftsräume in Deutschland und den Niederlanden durchsucht. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen, außerdem stellten Polizei und Zoll unter anderem Gold, Fahrzeuge und Bargeld sicher.

Ermittlungen nach Goldfund auf der A3

Ausgangspunkt des Verfahrens war ein Gold- und Bargeldfund bei einer verdachtsunabhängigen Kontrolle auf der Autobahn 3 Ende Oktober 2023. Fahnder der Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf entdeckten in einem speziell präparierten Fahrzeug aus dem Raum Dortmund mehr als 55 Kilogramm Gold und knapp eine halbe Million Euro Bargeld. Das Landgericht Regensburg zog Gold und Bargeld im Wert von mehr als vier Millionen Euro inzwischen rechtskräftig ein.

Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern führten zu einer überwiegend türkischstämmigen Gruppierung mit internationalen Verbindungen. Im Februar 2026 wurden bei Verdächtigen in Köln zudem mehr als fünf Kilogramm Goldschmuck sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Köln übernahm anschließend die Ermittlungen im Gesamtkomplex.

Gold soll nach Erkenntnissen in die Türkei gelangt sein

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich zu einer arbeitsteilig agierenden Tätergruppierung zusammengeschlossen zu haben. Sie sollen Geldwäsche als Dienstleistung für Dritte angeboten und jährlich Bargeld aus Straftaten in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags verschleiert und in die Türkei transferiert haben. Die Vermögenswerte sollen überwiegend aus dem Handel mit Betäubungsmitteln stammen.

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Nach bisherigen Erkenntnissen wurde das Bargeld zunächst unter anderem zum Ankauf von Alt- und Schrottgold bei Juwelieren verwendet. Das Gold und mutmaßlich inkriminierter Schmuck sollen eingeschmolzen und als Barren auf dem Land- oder Luftweg in die Türkei gebracht worden sein. Für die Transporte auf dem Landweg wurden demnach speziell präparierte Fahrzeuge eingesetzt.

Die mutmaßlich über einen Zeitraum von sechs Jahren in die Türkei verbrachte Goldmenge wird auf mehr als eine bis zu vier Tonnen geschätzt. Der Gesamtwert soll zwischen 55 Millionen und 210 Millionen Euro liegen. Die Ermittler gehen außerdem davon aus, dass ein Teil des Goldschmucks oder der Barren wieder nach Deutschland gelangte.

Festnahmen und zahlreiche Sicherstellungen

Bei den Durchsuchungen in mehreren Bundesländern und im niederländischen Friesland sowie bei Rotterdam wurden digitale Datenträger, Unterlagen und Bargeld im hohen fünfstelligen Eurobereich sichergestellt. Hinzu kamen etwa 800 Gramm Schmelzgold, eine Schmuggelweste, ein Schmuggelgurt, zwölf Fahrzeuge und ein Motorrad. In zwei Fahrzeugen entdeckten die Einsatzkräfte professionell eingebaute Schmuggelverstecke.

Festgenommen wurden ein 46-jähriger türkischer Staatsangehöriger aus dem Raum Wuppertal, ein 45-Jähriger aus Übach-Palenberg sowie ein 43-Jähriger aus dem Raum Remscheid. Gegen insgesamt 24 Beschuldigte wird ermittelt. Acht der zwölf Fahrzeuge werden gepfändet, außerdem wurde eine Zwangssicherungshypothek in Höhe von zwei Millionen Euro eingetragen.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung, der banden- und gewerbsmäßigen Geldwäsche sowie des gewerbsmäßigen Schmuggels dauern an. An dem Einsatz waren deutsche und niederländische Behörden mit Unterstützung von Europol beteiligt. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

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Dieser Beitrag wurde unter Einsatz Künstlicher Intelligenz erstellt.

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Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.