Neben der mitreißenden Ritterturnier-Liveshow, dem Höhepunkt eines jeden Veranstaltungstages, tauchen die Besucher des größten neuzeitlichen Turniers dieser Art auf Schloss Kaltenberg in eine liebevoll gestaltete Mittelalterwelt ein. Hier beleben Marktleute, Gaukler und Spielleute für Stunden die Szenerie. Ein besonderes musikalisches Highlight bildet die Rabenbühne direkt neben der Arena.
Was wäre ein Fest ohne Musik? Vom ersten Turnierwochenende an versammeln sich auf Schloss Kaltenberg, insbesondere auf der Rabenbühne die angesagtesten Gruppen der Mittelalter-Musikszene. Den Auftakt machen zur legendären Gauklernacht (Fr, 12.7.) Corvus Corax und Irdorath. Zu Corvus Corax – Mutter und Vater aller deutschen Mittelalterbands – gehen einem so langsam die Superlative aus. Unglaublich, mit welcher Spielfreude die Band das Publikum auch nach Jahrzehnten noch immer in ihren Bann zieht und zum Singen und Tanzen bringt. Irdorath hat dagegen der aktuelle Weltenlauf nach Kaltenberg verschlagen. Die Pagan Folk-Band aus Weißrussland feierte vor allem in Osteuropa Erfolge, sie waren aber auch schon auf dem Wacken Open Air zu hören. 2023 verließ die Band aufgrund von politischer Verfolgung und dem Verbüßen einer Haftstraße ihre Heimat. Das Publikum darf sich auf einen kraftvollen Auftritt der Weißrussen freuen, der die Freiheit und das Leben feiert.
Am zweiten Kaltenberg-Wochenende (19.-21.7.) wird die Rabenbühne dann zum zweiten zu Hause von Daridel und Koenix. Die jungen Schweizer Koenix haben sich mit ihrer Instrumentenvielfalt und den tanzbaren eingängigen Songs über die Jahre immer stärker ins Rampenlicht gespielt. Wie international die Mittelalterszene mittlerweile geworden ist, zeigt sich auch an Daridel. Die Gruppe stammt aus Norditalien und begeistert mit seinen von der Natur inspirierten Songs, in Teilen selbstgebauten Instrumenten und den oftmals ekstatischen Improvisationen.
Sobald Tanzwut die Rabenbühne betritt und die ersten Töne anstimmt, scheint es, als wäre alles andere, was man zuvor gehört hat, nur ein sanftes Trommeln gewesen. Die Berliner produzieren einfach gigantische Klang- und Rhythmuswolken, in denen sich das Publikum glücklich verliert. Ebenfalls am dritten Kaltenberg-Wochenende sind die herzlich-wilden Italiener Rota Temporis auf der Rabenbühne Schloss Kaltenberg zu hören. Die Gruppe hat gerade erst eine Tour durch die USA hinter sich gebracht habe und führt wie keine andere Charisma und musikalische Leidenschaft zusammen.
Musik gibt es auf Schloss Kaltenberg selbstverständlich nicht nur auf der Rabenbühne. Zahlreiche weitere Gruppen, unter anderem die legendären Streuner, die 2024 ihr 30. Bühnenjubiläum feiern, sind auf Schloss Kaltenberg zu hören. Wie die Spielleute setzen auch die Gaukler auf Schloss Kaltenberg Ausrufezeichen. Und dass nicht nur auf der Gauklernacht, mit der das Turnier traditionell eröffnet wird. Zum Markenzeichen des Kaltenberger Ritterturnier gehören immer wieder auch faszinierende exklusive Eigenproduktionen, die es nur hier zu sehen gibt. Bereits in der Spielzeit 2023 sorgte zum Beispiel der morbid-glamouröse „Kaltenberger Totentanz“ für Gänsehautmomente. In diesem Jahr wird die von Lidia Buonfino, Lova Rimini und Meike Münch federführend inszenierte Performance nicht nur ausgeweitet, sondern sogar in der Arena zu sehen sein.

