In der CDU regt sich Kritik am Zeitplan von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer für die Klimapolitik. „Wir müssen noch vor der Sommerpause unsere klimapolitischen Grundsätze formulieren“, sagte der Hamburger Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß dem „Spiegel“. Es wäre falsch, wenn man sich nun monatelang treiben lasse.

Annegret Kramp-Karrenbauer am 07.12.2018, über dts Nachrichtenagentur

„Jetzt ist politische Führung gefragt.“ Kramp-Karrenbauer hatte zuletzt eine Arbeitsgruppe unter Leitung der Bundestagsabgeordneten Andreas Jung und Georg Nüßlein angekündigt, die bis zum Herbst eine Energiesteuerreform erarbeiten soll. Auch andere CDU-Parlamentarier fordern schnelle Entscheidungen in der Klimapolitik. „Wir brauchen kein Bündel an einzelnen Maßnahmen, sondern eine Gesamtstrategie Nachhaltigkeit“, sagte der baden-württembergische Abgeordnete Kai Whittaker. „Das können wir jetzt nicht mehr auf die lange Bank schieben.“ Der Klimapolitiker der Unionsfraktion im Bundestag, Rüdiger Kruse, sagte: „Wir müssen über den Sommer klarmachen, wo wir hinwollen mit diesem Land.“