Lindenberg: Wie soziale Medien das Selbstbild beeinflussen

Foto: Videos und Stimmen mittlerweile wirken können. Dabei unterschied er zwischen
Presse Augsburg
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Wie soziale Medien das Selbstbild und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinflussen, stand bei einer Veranstaltung im Kulturboden Lindenberg im Mittelpunkt.

Mehr als 50 Interessierte nahmen an dem Abend unter dem Titel „Echt ich oder perfekt inszeniert?“ teil. Die Veranstaltung fand im Rahmen der „Tage der seelischen Gesundheit im Landkreis Lindau“ statt. Bereits vor Beginn informierten regionale Einrichtungen an Ständen über Beratungs- und Unterstützungsangebote.

Wie echt sind Bilder, Videos und Stimmen im Netz?

Patrik Stemmer gab in seinem Impulsvortrag mit dem KUJO-Konzept („Kinder und Jugendliche Online“) Einblicke in die digitale Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Er thematisierte, wie soziale Medien und künstliche Intelligenz die Wahrnehmung von Wahrheit und Wirklichkeit verändern. Anhand von Beispielen zeigte er, wie täuschend echt manipulierte Bilder, Videos und Stimmen wirken können. Dabei unterschied er zwischen vollständig künstlich erzeugten Inhalten, sogenannten Full-Fakes, und echten Inhalten, die durch einen veränderten Zusammenhang eine andere Bedeutung erhalten.

Stemmer ermutigte Eltern, sich für die Plattformen und Inhalte zu interessieren, mit denen ihre Kinder umgehen. Medienkompetenz entstehe nicht allein durch technisches Wissen, sondern auch durch gemeinsames Erleben, Vertrauen und die Bereitschaft, voneinander zu lernen. Eltern sollten die digitale Welt ihrer Kinder daher nicht nur mit Verboten und Sorgen betrachten, sondern sie dabei begleiten und offen mit ihnen darüber sprechen.

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Podium diskutiert Herausforderungen für Familien

In einer anschließenden Podiumsdiskussion sprachen pädagogische Fachkräfte über Erfahrungen und Herausforderungen für Familien, Schulen und die Jugendarbeit. Der Content Creator Moritz Taylor ergänzte die Runde um seine Perspektive aus den sozialen Medien. Durch den Abend führte Stefan Fürhaupter.

Thomas Kaleja, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion plus Landkreis Lindau (Bodensee), verwies auf die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote in der Region. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Teilhabe-Netzwerk Lindau (Bodensee) in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsregion plus Landkreis Lindau (Bodensee), dem Kreisjugendring Lindau und dem Arbeitskreis Medienkompetenz.

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