Linke: Arbeitgeber sollen Geringverdienern FFP2-Masken stellen

Die Linke im Bundestag will Arbeitgeber dazu zwingen, Beschäftigten mit geringem Einkommen kostenlose Corona-Masken mit besonders hohem Schutz zu finanzieren. Es müsse etwas für Geringverdiener getan werden, die „in der Krise starke Einkommenseinbußen erlitten haben“, sagte die Linken-Sozialexpertin im Bundestag, Sabine Zimmermann, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Arbeitgeber müssen verpflichtet werden, FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung zu stellen“, forderte Zimmermann.

Werbeplakat für Corona-Regeln, über dts Nachrichtenagentur

Mit Blick auf den jüngsten Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), Bezugsscheine für FFP2-Masken bereitzustellen und einen Corona-Zuschlag für Bedürftige auszuzahlen, sagte die Linken-Politikerin, die Pläne gingen in die richtige Richtung. Die Linke habe seit langem einen Pandemiezuschlag gefordert, dieser müsse mindestens 100 Euro betragen. Allerdings seien Heils Vorschläge unausgegoren, denn der Minister äußere sich weder zur Höhe des Zuschlags, noch sei das Vorhaben in der Regierung abgestimmt. Zudem komme der Vorstoß „fast ein Jahr zu spät“, sagte Zimmermann den Funke-Blättern. Schon seit März letzten Jahres hätten Menschen in Grundsicherung zusätzliche Ausgaben für Masken, Desinfektionsmittel oder digitale Ausstattung für Homeschooling. „Sie wissen kaum noch, wie sie über die Runden kommen sollen“, kritisierte die Linken-Politikerin. Die kostenlose Abgabe von FFP2-Masken könne deutliche finanzielle Entlastung bringen.