Augsburger Bundestagsabgeordneter hat noch Hoffnung für Karstadt-Filiale

Für den Augsburger Bundestagsabgeordneten Volker Ullrich darf die letzte Entscheidung in Sachen Karstadt am Standort Augsburg noch nicht getroffen sein. Es geht um das Schicksal der Beschäftigten und den Einzelhandelsstandort.

“Es ist mir zwar unerklärlich, wie der Sanierungsplan trotz unserer Gegenwehr so beschlossen werden konnte, jedoch sehe ich nach wie vor Chancen, dass eine Schließung noch abgewendet werden kann.

Augsburg ist die drittgrößte Stadt Bayerns und eine Schließung des Galeria Standorts hat für die Beschäftigten aber auch die gesamte Stadtgesellschaft gravierende Folgen. Mit zentraler Lage bildet der hiesige Standort den zentralen Anlaufpunkt und prägt das Augsburger Stadtbild wie kein anderes Kaufhaus.

Ich habe mich daher an den Insolvenzverwalter Herrn Denkhaus gerichtet und darum gebeten, auch nach der Einigung der Gläubiger die Schließung des Standorts erneut zu prüfen.

Galeria hat in den letzten Jahren erhebliche staatliche Subventionen in Höhe von rund 600 Mio. Euro erhalten. Hieraus ergeben sich auch Verpflichtungen, denen Galeria so nicht nachkommt.

Derweil begrüße ich auch die Aktivitäten und das Engagement der Stadt Augsburg.”

Kommunale Opposition wirft Stadtregierung Untätigkeit bei Karstadt-Zukunft vor

Von dem bisherigen Engagement zeigt sich die Rathausopposition nicht so begeistert. 

Die SPD-Stadtratsfraktion der schwarz-grünen Stadtregierung Untätigkeit und mangelnde Wirtschaftskompetenz vor. „Den vollmundigen Ankündigungen der OB, alles für die Rettung des Kaufhauses tun zu wollen, folgten außer ein paar Instagram-Posts keine Taten“, erklärt Fraktionsvorsitzender Dr. Florian Freund die Kritik der größten Oppositionsfraktion. „Dass die OB nun via Pressestelle eine weitere Nebelkerze zündet und verkündet ‚weiter alles daran zu setzen wollen, dass es doch noch zu einer Rettung kommt‘ entbehrt nicht einer gewissen Ironie“, so Freund weiter. Die Aktivitäten der Stadtspitze und ihres Wirtschaftsreferenten seien bislang unterhalb der Schwelle des Wahrnehmbaren gewesen.

„Auf Ideen oder Konzepte der Stadt Augsburg wartet man bei Oberbürgermeisterin Weber und Wirtschaftsreferent Hübschle seit einem Jahr leider vergeblich. Das ist sowohl für die betroffenen Karstadt-Mitarbeiter als auch den Einzelhandelsstandort Augsburg schlicht und einfach zu wenig.“, meint auch der Kreisvorsitzende der FDP Augsburg Ralf Neugschwender. „ einem Jahr hört man von Oberbürgermeisterin Weber und Wirtschaftsreferent Hübschle lediglich, dass es schon irgendwie weitergeht. Als sich kurz vor knapp auch noch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger als Retter in der Not in die Bresche geworfen hat, hatte Freie-Wähler-Einzelstadtrat Peter Hummel scheinbar so wenig Vertrauen in seinen Parteivorsitzenden, dass er als Übergangslösung bereits vorschlug, das Römische Museum im Karstadt-Bau unterzubringen.“

Den Mitarbeitenden wäre zu wünschen, dass noch eine Lösung erarbeitet werden kann, nach Presse Augsburg-Information rechnet man in der Augsburger Filiale schon zeitnah mit den Kündigungen.

Presse Augsburg
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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.

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