München Ermittler stoppen mutmaßlichen Agenten nach Spionage bei Rüstungsfirma

Alfred Ingerl
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Festnahme in Thüringen: Verdacht auf Agententätigkeit zugunsten ausländischen Nachrichtendienstes

In Thüringen ist am Sonntag ein 33-jähriger Mann mit ukrainischer Staatsangehörigkeit festgenommen worden. Den Ermittlungen zufolge steht der Beschuldigte im dringenden Verdacht, im Auftrag eines ausländischen Nachrichtendienstes als sogenannter „Low-Level-Agent“ Aufnahmen von dem Betriebsgelände eines bayerischen Rüstungsunternehmens gefertigt und diese im Juni 2026 zur Vorbereitung von Sabotagehandlungen weitergegeben zu haben. Gegen den Mann erließ das Amtsgericht München auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft München am 3. August 2026 Haftbefehl; er sitzt seitdem in Untersuchungshaft in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt.

Ermittlungen und Zusammenarbeit der Behörden

Die Festnahme erfolgte durch Einsatzkräfte des Bayerischen Landeskriminalamts und der Polizei des Freistaats Thüringen unter der Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft München – Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET). Die Behörden führen die Maßnahmen in enger Abstimmung mit Nachrichtendiensten durch; die Aktion war laut Mitteilung Teil der Zusammenarbeit unter dem Dach des neu gegründeten GAZ-Hybrid.

Nach derzeitigem Stand liegt der Vorwurf auf Agententätigkeit zu Sabotagezwecken (§ 87 Abs. 1 Nr. 2 StGB). Weitere Auskünfte können die Ermittler angesichts laufender Verfahren derzeit nicht geben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.