Oberallgäu | Situation in den Flüchtlings-Notunterkünften entspannt sich

Seit etwa zwei Wochen wurden keine weiteren Geflüchteten dem Landkreis Oberallgäu zugewiesen. Die Verantwortlichen des Landratsamtes nutzten die Zeit, um einen Großteil der Menschen in Wohnungen und Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen. Dies geschah mit Blick auf die Feiertage und die angekündigte Wetterlage.

Symbolbild: Wolfgang Czech

In den vergangenen beiden Wochen wurden keine Geflüchteten aus dem Ankerzentrum in Augsburg in den Landkreis Oberallgäu zugewiesen. Dadurch konnte die Auslastung der Notunterkünfte in Immenstadt, Dietmannsried und Sonthofen deutlich reduziert werden. Viele Geflüchtete konnten in Wohnungen oder Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden. Die Zeltunterkunft in Dietmannsried ist nun leer. Derzeit sind noch etwa 50 Menschen in Immenstadt und etwa 40 Menschen in der Markthalle in Sonthofen untergebracht.

„So kurz vor Weihnachten und insbesondere mit Blick auf die aktuellen Sturm- und Starkregenprognosen ist es gut, dass wir die Menschen nun langfristig in festen Unterkünften, mit mehr Privatsphäre als in einer Notunterkunft, unterbringen konnten. Mein Dank gilt meinem Team im Landratsamt, das in den vergangenen Wochen mit Hochdruck daran gearbeitet hat, die Unterbringungsdauer in den Notunterkünften möglichst kurz zu halten, aber auch allen Ehrenamtlichen und Helfern. Es ist gut, dass wir nun eine kleine Verschnaufpause haben und uns auf die kommenden Zuweisungen vorbereiten können,“ sagt die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller.

Die Prognosen deuten darauf hin, dass ab der zweiten Januarwoche die Zahl der Zuweisungen ins Oberallgäu wieder steigen wird.

Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. Die Sonthofener Markthalle steht nur noch bis Ende Januar zur Verfügung und das Zelt in Dietmannsried muss bis Ende Februar abgebaut sein. Derzeit wird die zweite Notunterkunft in Immenstadt aufgebaut und letzte Arbeiten laufen auch in Waltenhofen.

Derzeit leben etwa 1705 Menschen in 56 Unterkünften des Landkreises. Die Hauptherkunftsländer der Geflüchteten sind Syrien, die Türkei und Afghanistan.

Das Landratsamt sucht weiterhin nach geeignetem Wohnraum, um geflüchteten Menschen eine Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Wer sich vorstellen kann, hierfür Wohnungen, Gebäude oder Grundstücke an den Landkreis zu vermieten, kann sich hierfür an das Amt für Migration unter wohnungsangebote-ukraine@lra-oa.bayern.de wenden.

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