Bamberg – Ein mutmaßliches Rauschgiftnetzwerk im Raum Bamberg wurde von der Kriminalpolizei Bamberg in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bamberg aufgedeckt. Insgesamt konnten fünf Tatverdächtige festgenommen werden, wobei gegen vier von ihnen Untersuchungshaftbefehle erlassen wurden.
Durchbruch nach Vorfall mit Schülerin
Die Ermittlungen begannen nach einem Vorfall im letzten Winter, bei dem einer Sechstklässlerin am Zentralen Omnibusbahnhof in Bamberg Ecstasy-Pillen von einem zunächst unbekannten Täter verkauft wurden. Weitere Hinweise deuteten auf Rauschgiftverkäufe im Stadtgebiet hin, bei denen vorrangig Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Käufer auftraten.
Umfangreiche Durchsuchungen und Beweise
Das Fachkommissariat für Rauschgiftdelikte leitete umfassende Ermittlungen ein. Im Laufe dieser Operationen wurde ein Netzwerk identifiziert, das in großem Umfang mit Betäubungsmitteln gehandelt haben soll. Unterstützt vom Bayerischen Landeskriminalamt und weiteren Einheiten, durchsuchten die Beamten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft fünf Objekte in Bamberg und Umgebung. Dabei wurden rund 300 Gramm Kokain, etwa 1 Kilogramm Amphetamin, circa 3 Kilogramm Cannabisprodukte, eine größere Menge Ecstasy-Tabletten sowie zahlreiche verschreibungspflichtige Medikamente sichergestellt. Auch Bargeld, Kommunikationsmittel und Waffen fielen den Ermittlern in die Hände.
Festnahmen und Untersuchungshaftbefehle
Im Rahmen der Maßnahmen wurden fünf Verdächtige im Alter von 18 bis 23 Jahren festgenommen. Vier von ihnen, darunter drei Männer und eine Frau, erhielten Untersuchungshaftbefehle. Die Vorwürfe gegen die Verdächtigen umfassen unter anderem bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln, Handeltreiben in nicht geringer Menge und gewerbsmäßigen Handel.
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei betonen die Wichtigkeit des Schutzes junger Menschen: „Der Handel mit Betäubungsmitteln, insbesondere wenn sich dieser gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, wird mit aller Konsequenz verfolgt. Der Schutz junger Menschen hat hierbei oberste Priorität.“ Die Ermittlungen werden fortgesetzt.



