Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) droht mit Widerstand gegen die Rentenreform, sollte diese nicht die Lage der ostdeutschen Senioren berücksichtigen.
“Ich möchte abwarten, was bei der Rentenkommission herauskommt. Ich erwarte aber von der Koalition in Berlin, dass die unterschiedliche Situation ostdeutscher und westdeutscher Rentner berücksichtigt wird”, sagte der CDU-Politiker dem Focus. Wenn es nicht so komme und die Reform ungerecht sei, werde er mit Sicherheit viele Verbündete in der ostdeutschen Politik parteiübergreifend finden, um das zu verhindern.
Schulze forderte die Bundesregierung auf, die Lebensleistung ostdeutscher Rentner stärker in den Blick zu nehmen. “Wir müssen einerseits den jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt verständlich machen, dass ihre Rente mehrere Standbeine haben wird. Andererseits müssen wir die Lebensleistung der Älteren gerade in Ostdeutschland besser berücksichtigen.”
Er akzeptiere es nicht, dass immer wieder über ältere Menschen so gesprochen werde, als wären sie eine Belastung. Diese Menschen hätten nicht nur in Ostdeutschland sehr viel für das Land getan und einen großen Anteil daran, dass Deutschland eines der Top-Länder dieser Welt sei.


