Mehr als 500 Zuschauer sorgten in der Hermann-Keßler-Halle für echte Bundesliga-Atmosphäre. Gegen den amtierenden deutschen Meister aus Keltern unterlagen die Eigner Angels zwar mit 69:78, boten dem Favoriten jedoch über weite Strecken Paroli und zeigten großen Einsatz.
Sportlich trafen dabei zwei unterschiedliche Philosophien aufeinander: Auf der einen Seite der Eurocup-Teilnehmer und Tabellenführer mit Titelambitionen, auf der anderen ein junges Nördlinger Team, das konsequent auf die Entwicklung deutscher Talente setzt – eine Mentalität, die auf dem Parkett deutlich spürbar war.
Mutige Nachwuchskräfte setzen Akzente
Die U20-Nationalspielerinnen Jana Koch und Chanel Ndi übernahmen früh Verantwortung und punkteten entschlossen. Den emotionalen Höhepunkt der ersten Halbzeit setzte Pauline Mayer mit einem spektakulären Buzzerbeater zur 35:34-Pausenführung. Bis dahin hatten die Angels den Favoriten nicht nur gefordert, sondern zeitweise sogar kontrolliert. Lediglich zu viele Ballverluste verhinderten eine deutlichere Führung.
Turnover entscheiden das Spiel
Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Gastgeberinnen kämpferisch dagegen und überzeugten phasenweise bei Wurfquote und Rebounds. Doch erneut wurden Ballverluste zum entscheidenden Faktor. Keltern nutzte diese eiskalt, kam über schnelle Fastbreaks zur Führung nach dem dritten Viertel und brachte den Vorsprung routiniert ins Ziel.
Trotz der Niederlage blieb vor allem der leidenschaftliche Auftritt der Rieserinnen in Erinnerung. Der Applaus nach der Schlusssirene zeigte, wie sehr das Publikum die Leistung honorierte.
Im engen Rennen um Platz acht und die Playoff-Qualifikation geht es für die Angels Nördlingen nun in die entscheidende Phase. Zwei Spiele stehen noch aus: auswärts in Saarlouis und zum Abschluss zuhause gegen Freiburg. Vor dem letzten Heimauftritt heißt es nun, Kräfte bündeln – und weiter um die Teilnahme an der Endrunde kämpfen.


