Angesichts der hohen Energie- und Benzinpreise spricht sich eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger weiterhin für staatliche Eingriffe zur Entlastung aus. Das ergab eine Forsa-Umfrage für die Sender RTL und ntv.
Rund drei Viertel (74 Prozent) befürworten demnach staatliche Unterstützung, während nur etwa ein Fünftel (23 Prozent) dafür ist, auf Eingriffe zu verzichten. Besonders groß ist die Zustimmung unter Haushalten mit niedrigerem Einkommen (81 Prozent bei unter 2.500 Euro). Aber auch in höheren Einkommensgruppen überwiegt die Unterstützung (69 Prozent bei 4.000 Euro und mehr).
Auch politisch zeigt sich ein breiter Konsens: Unter den Anhängern der Union sprechen sich 68 Prozent für staatliche Eingriffe aus, bei der SPD sind es 74 Prozent, bei der Linkspartei sogar 82 Prozent und bei den AfD-Anhängern 90 Prozent. Selbst unter den Grünen-Anhängern, die mit 45 Prozent am häufigsten gegen Eingriffe sind, spricht sich eine knappe relative Mehrheit (48 Prozent) für staatliche Maßnahmen aus. Insgesamt teilen damit nur Minderheiten die Position, auf staatliche Eingriffe zu verzichten.
Die Bundesregierung prüft, nach einem Ende der Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran gemeinsam mit anderen Staaten Minenräumboote zur Sicherung der Schifffahrt in die Straße von Hormus zu entsenden. Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger (50 Prozent) unterstützt diesen Vorstoß, während sich 42 Prozent dagegen aussprechen, acht Prozent äußern keine Meinung.
Besonders hoch ist die Zustimmung unter den Anhängern der CDU/CSU (70 Prozent) und der Grünen (60 Prozent). Auch unter den SPD-Anhängern befürwortet mit 51 Prozent eine knappe Mehrheit den Einsatz. Gespalten zeigen sich die Anhänger der Linkspartei (jeweils 41 Prozent dafür und dagegen), während die AfD-Anhänger eine Entsendung mehrheitlich ablehnen (66 Prozent dagegen).
Regional zeigen sich kaum Unterschiede: In Westdeutschland sprechen sich 50 Prozent für den Einsatz aus, in Ostdeutschland 49 Prozent; die Ablehnung liegt bei 41 bzw. 45 Prozent.



