Augsburg – Am Dienstag, den 28. Oktober 2025, kam es im Raum Augsburg zu einem Betrugsfall, bei dem sich eine unbekannte Täterin als Polizistin ausgab, um eine 91-jährige Frau zur Übergabe von Geld zu bewegen.
Telefonbetrug mit Schockanrufen
Gegen 16 Uhr erhielt die Seniorin einen Anruf von einer Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab. Sie behauptete, die Enkelin der 91-Jährigen habe einen Verkehrsunfall verursacht und benötige dringend finanzielle Unterstützung. Die ältere Dame fiel auf die Lügengeschichte herein.
Zweiter Täter gibt sich als Gerichtsdiener aus
Ein weiterer Unbekannter, der sich als Mitarbeiter des Gerichts ausgab, erschien gegen 18:30 Uhr an der Haustür der Frau und nahm das Geld entgegen. Der männliche Täter wird wie folgt beschrieben: etwa 40 Jahre alt, von deutschem Aussehen, spricht Deutsch, hat dunkle kurze Haare und einen kurzen dunklen Kreisbart, etwa 175 cm groß, und trug eine dunkle Hose sowie einen dunklen Pullover.
Ermittlungen und Warnungen der Polizei
Durch den Betrug entstand ein Vermögensschaden im mittleren fünfstelligen Bereich. Die Polizei Augsburg ermittelt wegen Betrugs. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Augsburg unter der Telefonnummer 0821/323-3821 zu melden.
Der Vorfall reiht sich in die Serie von sogenannten Schockanrufen ein, bei denen Senioren mit emotionalisierenden Geschichten zur Herausgabe von Geld bewegt werden sollen. Die Bayerische Polizei nutzt die Präventionskampagne #NMMO, um Seniorinnen und Senioren vor solchen Telefonbetrügern zu schützen. In jüngster Zeit häufen sich nicht nur Schockanrufe, sondern auch Fälle von EScooter Diebstahl in Stadtbergen, was die Sicherheitslage zusätzlich belastet. Die Polizei warnt daher eindringlich vor diesen kriminellen Aktivitäten und bietet verstärkte Beratungen für ältere Menschen an, um sie besser über gängige Betrugsmaschen aufzuklären. Es ist wichtig, dass Senioren über die Risiken informiert sind und wissen, wie sie sich vor solchen Vorfällen schützen können.
Die Polizei rät: Übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte. Kontaktieren Sie die Behörden oder betroffene Angehörige unter den Ihnen bekannten Telefonnummern zur Überprüfung der Angaben. Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung und informieren Sie bei verdächtigen Vorkommnissen umgehend den polizeilichen Notruf 110.
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