Am 29. April 2026 wurde eine über 70-jährige Frau aus Deutschland Opfer eines Schockanrufs. Im Verlauf des Anrufs übergab sie einem unbekannten Täter eine größere Summe an Bargeld.
Falsche Unfallmeldung sorgt für Schock
Bei dem Telefonat berichteten mehrere unbekannte Anrufer, dass der Sohn der Seniorin in einen schweren Unfall verwickelt sei. Sowohl er als auch eine Frau seien schwer verletzt worden. Um die dringend benötigte Operation der Frau finanzieren zu können, wurde die Seniorin aufgefordert, Bargeld zu übergeben. Die Täter gaben sich als vermeintliche Schwiegertochter, Krankenschwester und Polizist aus. Das gesamte Gespräch wurde auf Russisch geführt und auch die Seniorin sprach Russisch.
Details zum unbekannten Abholer
Gegen 16.15 Uhr fand an der Wohnung der Frau die Übergabe eines fünfstelligen Bargeldbetrages statt. Der Abholer wird wie folgt beschrieben: Er ist etwa 30 Jahre alt, 180 cm groß, hat braune Augen, einen schwarzen Vollbart ohne Schnauzer, trug einen schwarzen Kapuzenpulli und eine schwarze Kappe.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern hat die Ermittlungen in diesem Betrugsfall übernommen. Es gibt erste Hinweise darauf, dass es sich bei dem Vorfall um eine spezifische Vorgehensweise handelt, bei der russischsprachige Opfer von russischsprachigen Tätern im Raum Niederbayern kontaktiert werden.
Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Abholer oder zu verdächtigen Fahrzeugen, insbesondere mit tschechischer Zulassung, im Bereich der Aswinstraße, Hartwigstraße oder Herzog-Ludwig-Straße geben können, sich bei der Polizeiinspektion Bogen unter der Telefonnummer 09422/8509-0 zu melden.


