Schon lange bedient sich die Industrie der Vakuumtechnik, um Lebensmittel professionell zu verpacken. Seit einiger Zeit erobert diese Methode aber auch private Haushalte. Denn Lebensmittel halten durch das Vakuumieren um ein Vielfaches länger frisch, größere Mengen können problemlos konserviert werden und durch das voll im Trend liegende Sous-Vide-Verfahren können Gerichte so per Niedrig-Garverfahren schonend und einfach  zubereitet werden. Gut funktionierende Einstiegsvakuumierer mit Absaugtechnik gibt es hier schon ab rund 60 Euro. Aber auch sogenannte Kammer-Vakuumierer finden aufgrund ihrer noch besseren Vakuumtechnik und weiteren Vorteilen immer häufiger Platz in Küchen ambitionierter Privatköche und Griller. Wir haben uns ein besonders platzsparendes Modell der Marke Caso, den VacuChef SlimLine Gewerbevakuumierer, etwas näher für Sie angesehen.

Vorteile eines Kammervakuuimieres

Der große Vorteil von Kammer-Vakuumierern ist zum einen die deutlich höhere Pumpenleistung,  mit der ein Luftvakuum von nahezu 100% erreicht wird, während die einfachen Saugmodelle meist nur auf maximal 90% kommen. Durch das bessere Vakuum bleiben Lebensmittel noch länger frisch. Außerdem ist gerade bei einer anschließenden Zubereitung per Sous-Vide-Verfahren ein 100%-Vakuum optimal, weil z.B. das Fleisch dann überhaupt keinen Platz hat, seine Flüssigkeit zu verlieren – es bleibt daher besonders saftig.

Ein weiterer Aspekt ist das Vakuumieren von Flüssigkeiten. Einfache Saugvakuumierer saugen neben der Luft auch schnell den flüssigen Inhalt des Beutels an und sorgen so für eine „Sauerei“ und Probleme beim Verschweißen des Beutels. Um das zu vermeiden hilft es nur, die Flüssigkeit vorher einzufrieren und dann zu vakuumieren. Dies ist aber ziemlich aufwendig und auch für die Qualität und den Geschmack des Lebensmittels nicht förderlich. Da bei Kammer-Vakuumierern das Vakuum in der kompletten Kammer erzeugt wird, gibt es solche Probleme beim Kammer-Vakuumieren nicht und das Vakuumieren von Soßen oder stark mariniertem Fleisch funktioniert tadellos. Aus dem gleichen Grund lassen sich auch Gläser mit Deckel in die Kammer stellen und vakuumieren – bei einem herkömmlichen Gerät ist das unmöglich.

Und obwohl ein Kammergerät in der Anschaffung etwas teurer ist als einfache Modelle rentiert es sich über lange Zeit oft auch finanziell: Denn es kann nahezu jede Folienverpackung vakuumiert und verschweißt werden – teure Strukturbeutel sind nicht erforderlich.

Der VacuChef SlimLine Kammer-Vakuumierer

Der von uns getestete Caso VakuChef vereint mit seiner Saugleistung von 72 Litern pro Minute alle erwähnten Vorteile in einem Gerät und auch der größte Nachteil von Kammer-Vakuumierern – der größere Platzbedarf – fällt durch die kompakte Bauweise nichts ins Gewicht: Mit seinen Abmessungen von 50 x 16,7 x 40,5 cm und einem Gewicht von nur 14 Kilogramm passt das Gerät in eigentlich jeden Küchenauszug und lässt sich durch die oben liegenden Bedienelemente auch direkt dort benutzen.

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Das Gerät ist hochwertig verarbeitet und besteht komplett aus robustem und leicht zu reinigendem Edelstahl. Vorne und hinten ist jeweils eine Griffmulde integriert, mit der sich das Gerät sicher tragen lässt. Der transparente Acryldeckel lässt jederzeit einen Blick in die 30,5×32,2×10,0 cm große Kammer zu und über die digitale Anzeige ist man immer über den aktuellen Fortschritt des Vakuuminier-Vorgangs informiert.

Einfache Bedienung und perfekte Ergebnisse

Um einen Vakuumiervorgang zu starten ist nach dem Einschalten des Geräts lediglich die gewünschte Vakuumzeit und die Zeit für das Verschweißen des Beutels einzustellen. Der mit dem Lebensmittel gefüllte Beutel durch einen mit Magnet festgeklemmten Bügel geführt und der Deckel geschlossen.  Über die Taste „Vakuum & Seal“ startet der Vorgang und je nach Zeiteinstellung (je länger desto stärker das Vakuum) hat man nach spätestens einer Minute ein perfekt vakuumiertes Produkt. Die doppelte Schweißnaht sorgt für zusätzliche Sicherheit.

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In unserem Test haben wir fertig zubereitetes Pulled Pork portioniert und vakuumiert und einen Lachs und ein Dry-Aged-Hüftsteak nach dem Vakuumieren im Dampfgarer (auch damit kann man Sous-Vide kochen) schonend gegart. Während der Lachs nach 20 Minuten bei 55 Grad fertig zum Verzehr war, haben wir das Hüftstek nach dem Vorgaren (ca. 60 Minuten bei 50 Grad) in einer heißen Pfanne zusätzlich mit Röstaromen versehen. Beides war super zart und durch das perfekte Vakuum im Beutel sehr aromatisch. Auch die mit Olivenöl und Puderzucker gegarten Karotten waren nach einem kurzen Besuch in der Pfanne einfach köstlich.

Und wer kurz vor der Grillparty Fleisch oder Fisch marinieren möchte kann dies über die „Marinate“-Funktion tun, ohne den Beutel verschweißen zu müssen. Durch den Vorgang der Vakuumerzeugung und der anschließenden Befüllung mit Luft zieht die Flüssigkeit viel schneller und tiefer ins Lebensmittel ein und sorgt so in wenigen Minuten für eine perfekte Marinade, die sonst nur über mindestens 12 Stunden im Kühlschrank erzielt werden kann. Durch mehrmaliges Ausführen der Funktion lässt sich das Ergebnis weiter steigern.

Der Caso VacuChef SlimLine im Video

Technische Daten

Herstellerangaben
MaßeKammer 305x322x100 (BxTxH mm) / ca. 8 Liter
Maße50 x 16,7 x 40,5 cm (BxHxT)
Gewicht14 kg
PumpeCa. 72 Ltr. / min.
Leistung350 Watt
Spannung220-240 V / 50 Hz

Fazit

Mit dem VacuChef SlimLine Kammer-Vakuumierer erhält man für aktuell 749 Euro ein echtes Profigerät. Die Bedienung und Reinigung ist simpel, die Ergebnisse sind perfekt und die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Alle Bilder zum Caso VacuChef SlimLine